Sensoren für Industrie 4.0 Fraunhofer IAF und DHBW kooperieren

Minister Dr. Nils Schmid sowie Prof. Reinhold R. Geilsdörfer, Präsident der DHBW, lassen sich auf der Hausmesse des Fraunhofer IAF aktuelle Forschungsprojekte erklären.
Baden-Württembergs Finanz- und Wirtschaftsminister Dr. Nils Schmid und Prof. Reinhold R. Geilsdörfer, Präsident der DHBW, lassen sich auf der Hausmesse des Fraunhofer IAF aktuelle Forschungsprojekte erklären.

Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF und die Duale Hochschule Baden-Württemberg, kurz DHBW, werden künftig gemeinsam kostengünstige Sensorsysteme für die Industrie 4.0 entwickeln. Zielanwendungen sind u.a. die Kontrolle, Sicherung und Steuerung von Produktionsstrecken.

»Das Vorhaben leistet einen wichtigen Beitrag zu dem Ziel der Landesregierung, Baden-Württemberg zum Leitanbieter für Industrie 4.0 zu machen«, sagt Baden-Württembergs Finanz- und Wirtschaftsminister Dr. Nils Schmid. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen aus der Region sollen auf dem Weg in die Industrie 4.0 unterstützt werden.

Einen Forschungsschwerpunkt des Kooperationsprojektes bildet die Radar-Sensorik, die auch unter extremen Produktionsbedingungen, wie Hitze, Rauch oder Nebel, zuverlässige Abstandsmessungen liefern muss. Ferner sollen Oberflächen zukünftig im laufenden Produktionsprozess auf Verunreinigungen mit Hilfe von Laser-Sensorik kontrolliert werden.

Professorin Dr. Frauke Steinhagen, Hochschullehrerin an der DHBW Lörrach, wird die Gruppe »Sensorsysteme« am Fraunhofer IAF leiten. Die studierte Elektrotechnikerin hat 1996 über Laserdioden zur schnellen Datenübertragung promoviert. Mehrere Jahre hat sie am Fraunhofer IAF zu Hochfrequenzschaltungen geforscht, bevor sie 2001 Professorin für Elektrotechnik an der DHBW Lörrach wurde. »Weil ich die Einrichtungen sehr gut kenne, freue ich mich besonders, die Kompetenzen beider Seiten nutzen zu können«, so Steinhagen. »So können wir die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Bereich Sensorik in der Region deutlich stärken.«

Die Fraunhofer-Gesellschaft fördert die Kooperation in den kommenden Jahren mit insgesamt 1,2 Millionen Euro.