Siemens PLM Software Durchgängige Software-Lösung für die additive Fertigung

Die neue Software-Lösung von Siemens PLM Software für die additive Fertigung wird ab Januar 2017 erhältlich sein.
Die neue Software-Lösung von Siemens PLM Software für die additive Fertigung wird ab Januar 2017 erhältlich sein.

Siemens PLM Software stellt eine umfassende Software-Lösung für die additive Fertigung vor. Der Siemens-Business-Unit zufolge handelt es sich dabei um das weltweit erste Angebot für einen voll integrierten additiven Fertigungsprozess.

Die neue Software-Lösung von Siemens PLM Software wird ab Januar 2017 erhältlich sein und besteht aus integrierter Software für Konstruktion, Simulation, digitale Fertigung sowie Daten- und Prozess-Management. Sie umfasst die Software NX für integriertes Computer-Aided Design, Manufacturing und Engineering (CAD/CAM/CAE), das neu vorgestellte »Simcenter«-Portfolio als Paket aus Simulations-Software und Testlösungen sowie das System »Teamcenter« für digitales Lifecycle-Management. Mit dabei sind auch »Simatic IT Unified Architecture Discrete Manufacturing« und »Simatic WinCC«. Beide zählen zum MOM-Portfolio (Manufacturing Operations Management) von Siemens.

Zu den neuen Techniken, die in die Lösung eingeflossen sind, gehören Convergent Modeling und Topologieoptimierung. Beide ermöglichen automatisierte Konstruktionen auf Basis des Generative-Design-Ansatzes. Convergent Modeling wurde zusammen mit der aktuellen Version von NX angekündigt. Ingenieure können damit Bauteilkonstruktionen an den 3D-Druck anpassen und den Konstruktionsprozess beschleunigen. Eine Scan-to-Print-Funktion macht Reverse Engineering effizienter. Das neue Modellierparadigma vereinfacht die Arbeit mit Geometrien, die aus einer Kombination von Facetten, Flächen und Volumenkörpern bestehen. Zeitaufwändiges Konvertieren von Daten entfällt.

Die zweite neue Technik ist die Topologieoptimierung. Sie ermöglicht Nutzern, den iterativen Prozess beim Konstruieren und Optimieren von Bauteilen für Multiphysik-Anwendungen zu automatisieren. Dies umfasst Vibration, Strömungsdynamik und Wärmeübertragung. Die integrierten Funktionen für Simulation und Predictive Engineering vereinfachen es, die Konstruktion auf ihre Produzierbarkeit zu prüfen.
Zusätzlich zu diesen Techniken stellt Siemens eine neue Lösung zur Vorbereitung von 3D-Drucken für Kunststoff- und Metallteile vor. Sie verwendet dieselben intelligenten Produktmodelle, die schon in der Konstruktions- und Simulationsphase zum Einsatz kommen, um Änderungen an der Konstruktion zu automatisieren und den Prozess schlanker zu gestalten. Die neue Lösung unterstützt Operatoren beim Vorbereiten von Teilen für Pulverbett- und Multi-Jet-Modeling-Verfahren. Für Metallteile aus dem 3D-Drucker ermöglicht NX, Teile für das Laserauftragsschweißen und die NC-Programmierung vorzubereiten. Dazu gehört auch die Simulation hybrider additiver Maschinenwerkzeuge, die Metallauftrag und abtragende Verfahren in einer Maschine vereinen.

Für extrudierte Werkstoffe, etwa Kunststoffe oder kohlefaserverstärktes Nylon, hat Siemens eine neue Technik für die Programmierung von robotergestütztem, mehrachsigem Auftragsschmelzen entwickelt. Sie wird derzeit in der Praxis erprobt. Nachdem die Teile gedruckt sind, kommt wieder das NX-System für NC-Vorgänge nach dem Druck zum Einsatz. Dazu gehört unter anderem, die Entfernung von Hilfsstrukturen intuitiv zu programmieren und Präzisionsoberflächen maschinell zu erzeugen.