itac entwickelt OPC UA-Gateway Direkte Verbindung zwischen Feldbusebene und der Cloud

Als erster Anbieter setzt itac den Schnittstellenstandard OPC UA für die Integration in seine MES-Software ein und ermöglicht damit die Kommunikation der Feldbusebene mit der Cloud. Die Anbindung einer Beckhoff-SPS an ein Cloud-based MES über ein OPC UA-Gateway hat itac auf der Hannover Messe demonstriert.

Die Ankopplung von Produktionsanlagen funktioniert über die OPC-basierten Kommunikationskomponenten, die Basisbestandteile des API - Service Adapters der iTAC.MES.Suite sind. iTAC unterstützt mit seiner Middleware iTAC.ARTES die Ziele der »Industrie 4.0«. Sie ermöglicht die Eigenschaften eines MES wie die Lastverteilung und Ausfallsicherheit, die unter anderem für das Cloud-based MES von iTAC unerlässlich sind. itac ist self certified by OPC und Mitglied der OPC Foundation. Mit dem eigens entwickelten Gateway, das in Kooperation mit den Unternehmen Ascolab und Beckhoff realisiert wurde, schafft der MES-Spezialist jetzt eine Verbindung zwischen der Feldbusebene und internetbasierten Diensten in der Cloud.

Das OPC UA-Gateway ist eine Erweiterung der iTAC.ARTES Midd-leware – ein plattformunabhängiges, herstellerneutrales Framework, die den technischen Layer bereitstellt, um Enterprise-Applikationen auf dem Fundament der Java EE-Plattform zu betreiben. Die Kooperation von iTAC und Beckhoff zeichnet sich durch die erstmalige Umsetzung eines Para-digmenwechsels aus: Die Steuerung agiert als OPC UA Client und ruft über die von der PLCopen normierten Funktionsbausteine eine Funktion in der MES-Ebene auf.

»Das entspricht im Prinzip einem Webservice-Aufruf aus der SPS in die MES-Ebene – jedoch auf Basis internationaler PLCopen- und OPC UA-Standards“ erklärt Stefan Hoppe, Produkt-Manager TwinCAT bei Beckhoff. »iTAC und Beckhoff haben frühzeitig das Potenzial für Effizienz und Datenkonsistenz erkannt. In absehbarer Zeit werden uns die meisten Steuerungen- und MES-Hersteller nachfolgen.« OPC Unified Architecture ist die neueste Spezifikation der OPC Foundation und unterscheidet sich deutlich von ih-ren Vorgängern. Dabei handelt es sich um einen Kommunikations-Layer, der plattformunabhängig implementiert werden kann. Das ermöglicht es, Daten direkt und standardisiert zwischen MES-Systemen und SPS auszu-tauschen. Daraus ergeben sich Vorteile wie mehr Leistung und Datenkon-sistenz. »Als MES-Hersteller sind wir bestrebt, wenn es um die Anbindung von Shop-Floor-Geräten geht, auf möglichst wenige im Markt etablierte Standards angewiesen zu sein«,  erklärt Volker Burch, Vice President Ad-vanced Technology Division von iTAC. »Speziell bevorzugen wir Standards als Schnittstelle zu MES, die eine möglichst einfache und kostengünstige Integration erlauben, ohne sich mit geräte- oder protokollspezifischen Details auseinandersetzen zu müssen.«


Die Features von OPC/UA im Überblick:

-        Unabhängigkeit von Microsoft-Technologien wie COM/DCOM, daraus resultierend Plattformunabhängigkeit und vereinfachte Konfiguration

-        Effiziente binäre Übertragung der Information

-        Flexibles Objektmodell mit der Möglichkeit von Methodenaufrufen im Gegensatz zur variablenorientierten Schnittstelle von OPC Classic

-        Direkte Integration des OPC-Servers in das steuernde Gerät (Embedded devices, PLC/SPS usw.) und damit Wegfall der dritten Architekturkomponente (OPC-Server)

-        Erhöhte Performance

-        Vereinfachte Integration der Shop-Floor-Komponente durch Wegfall des OPC-Servers