Standards für Industrie 4.0 DIN und IIC kooperieren

Sie unterzeichneten das Memorandum of Understanding (v. l. n. r.): Dr. Richard Soley, Executive Director des IIC, und Dr. Karlhanns Gindele, Mitglied der DIN-Geschäftsleitung, Bereich Innovation.
Sie unterzeichneten das Memorandum of Understanding (v. l. n. r.): Dr. Richard Soley, Executive Director des IIC, und Dr. Karlhanns Gindele, Mitglied der DIN-Geschäftsleitung, Bereich Innovation.

Das Industrial Internet Consortium (IIC) und die deutsche Normungsorganisation DIN haben eine Kooperation zur Identifizierung von Standards für Industrie 4.0 vereinbart. Ein entsprechendes Memorandum of Understanding wurde jetzt in Berlin unterzeichnet.

Das Ziel der Zusammenarbeit ist die Verknüpfung der Aktivitäten von DIN und IIC, um die Standardisierung in Sachen Industrie 4.0 gemeinsam voranzutreiben.

»Bei dem Zukunftsthema Industrie 4.0 kommt es jetzt darauf an, reale und virtuelle Prozesse intelligent und sicher zu vernetzen«, erläuterte der DIN-Vorstandsvorsitzende Dr. Torsten Bahke. »Eine konzentrierte und koordinierte Standardisierung ist dafür ein essentieller Erfolgsfaktor.« Dr. Richard Soley, Executive Director des IIC, ergänzte: »Während unsere Mitglieder Fallbeispiele und Anwendungen entwickeln, werden wir parallel Anforderungen und Prioritäten für die Internet-Industrie-4.0-Standards bestimmen. Wir begrüßen es zudem, wenn DIN diese Anforderungen in die eigenen Standardisierungsberatungen miteinbeziehen wird.«

DIN und DKE haben schon Ende 2013 die Deutsche Normungs-Roadmap Industrie 4.0 veröffentlicht, die Handlungsempfehlungen und Normungsbedarf für die Verzahnung der digitalen mit der realen Welt beschreibt. An der zweiten Fassung der Roadmap wird derzeit gearbeitet. Sie wird im Herbst 2015 publiziert. Die darin enthaltenen Erkenntnisse bringt DIN jetzt in die neu gegründete Plattform Industrie 4.0 unter der Leitung der Bundesministerien für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie für Bildung und Forschung (BMBF) ein.

Das 2014 in den USA von AT&T, Cisco, General Electric, IBM und Intel gegründete IIC ist eine weltweit tätige Not-For-Profit-Organisation, der über 180 Mitglieder - Unternehmen, Forschungsinstitute und öffentliche Einrichtungen - angehören. Es entwickelt Use-Cases für Industrie-4.0-Anwendungen, entwirft Best-Practice-Beispiele sowie Referenzarchitekturen und beteiligt sich an der Definition des Standardisierungsbedarfs.