CERT@VDE Cyber-Sicherheit für den Mittelstand

Dr. Gunther Kegel, ZVEI: »Cyber Security ist ein Infrastrukturprojekt, es kann nicht nur Aufgabe der Unternehmen allein sein, alle Sicherheitsaspekte umzusetzen. Für neun von zehn VDE-Mitgliedsunternehmen ist die Sicherheit essentiell für den Erfolg der digitalen Transformation.«
Dr. Gunther Kegel, ZVEI: »Cyber Security ist ein Infrastrukturprojekt, es kann nicht nur Aufgabe der Unternehmen allein sein, alle Sicherheitsaspekte umzusetzen. Für neun von zehn VDE-Mitgliedsunternehmen ist die Sicherheit essentiell für den Erfolg der digitalen Transformation.«

Der VDE will sich verstärkt für die Cyber-Sicherheit engagieren und startet deshalb den CERT-Verbund.

CERT@VDE ist die erste Plattform zur Koordination von IT-Security-Problemen in der Industrieautomation und wendet sich speziell an kleinere und mittlere Unternehmen (KMU). Dabei steht CERT für Computer Emergency Response Team und versteht sich als erste Plattform zur Koordination von IT-Security-Problemen im Bereich der Industrie-Automation.  

»Cyber Security ist ein Infrastrukturprojekt, es kann nicht nur Aufgabe der Unternehmen allein sein, alle Sicherheitsaspekte umzusetzen«, sagte Dr. Gunther Kegel, Vorsitzender der Geschäftsführung von Pepperl+Fuchs auf der HMI. »Für neun von zehn VDE-Mitgliedsunternehmen ist die Sicherheit essentiell für den Erfolg der digitalen Transformation.« Gerade der Mittelstand treibe die digitale Transformation voran, die großen Mittelständler genauso wie viele Start-up-Unternehmen, die  clevere neue Geschäftsmodelle entwickeln. Allen Pepperl+Fuchs habe vier Kleinunternehmen gegründet.

Wie wesentlich die Sicherheit ist, zeigt ein Blick auf die Zahlen: Mehr als die Hälfte der VDE-Mitgliedsunternehmen war bereits von Cyber-Attacken betroffen. »Die anderen haben es wohl nur noch nicht bemerkt«, so Kegel. 82 Prozent fürchten Angriffe auf kritische Infrastrukturen. Deshalb fordert der VDE eine umfassende Cyber-Security-Strategie möglichst auf europäischer Ebene.

Mit CERT@VDE will der VDE einen Beitrag dazu leisten, insbesondere für KMUs. Die Security Emergency Response-Teams sollen Sicherheitslücken nicht nur aufspüren und dokumentieren, sondern die Betroffenen umfassend informieren und dafür sorgen, dass die Sicherheitslücken geschlossen werden. »Das kann eine einzelne Firma aus dem Mittelstand gar nicht leisten«, sagt Kegel. Und jetzt machten sogar große Konzerne wie Siemens mit, weil sie auf diese Weise eine neutralen Plattform nutzen können, um aufzuzeigen, wie sich Sicherheitslücken schließen ließen.

»Weil der Mittelstand eine Schlüsselrolle in der digitalen Transformation spielt, entsprechende Ressourcen und Know-how für die Cyber Security dort aber nicht zur Verfügung stehen, bietet CERT@VDE eine große Chance. Damit unterstützen wir auch die Bundesregierung, deren Ziel die schnelle digitalen Transformation ist, speziell im KMU-Bereich«, so Kegel.

Und da er die Bundesregierung schon einmal angesprochen hat, wiederholt er sein Mantra: Schon um die Sicherheit zu gewährleisten, aber auch wettbewerbsfähige Mikrosystem entwickeln zu können und Intelligenz auf kleinsten Raum unterzubringen – alles Voraussetzungen der digitalen Transformation – müsste die IC-Industrie in Deutschland gestärkt werden. »Wir brauchen in Deutschland  eine starke Mikroelektronik!«