»IndraDrive Mi« Bosch Rexroth bereitet die Antriebstechnik auf Industrie 4.0 vor

Die Servoantriebe der Serie »IndraDrive Mi« von Bosch Rexroth bieten offene Kommunikationsstandards, vordefinierte Technologiepakete und freie Programmierung in Hochsprachen.
Die Servoantriebe der Serie »IndraDrive Mi« von Bosch Rexroth bieten offene Kommunikationsstandards, vordefinierte Technologiepakete und freie Programmierung in Hochsprachen.

Als »dezentrale Antriebstechnik für Industrie 4.0« bezeichnet Bosch Rexroth seine schaltschranklosen Servoantriebe der Serie »IndraDrive Mi«.

Die Antriebe sollen die Industrie-4.0-fähige Automatisierung durch offene Kommunikationsstandards, vordefinierte Technologiepakete und freie Programmierung in Hochsprachen vereinfachen. Die Software-Lösung »Open Core Engineering« und die integrierte Schnittstellentechnik »Open Core Interface for Drives« ermöglichen darüber hinaus den direkten Zugriff auf alle Antriebsparameter über Anwendungen auf Hochsprachen-Basis.

Alle Komponenten des Antriebsstrangs sind in der Schutzart IP65 ausgeführt und werden direkt in oder an den Maschinen platziert. Es reicht, den ersten Antrieb mit dem Versorgungsmodul zu verbinden. Bis zu 20 Antriebe lassen sich in Reihe per Hybridkabel miteinander koppeln. Die »IndraDrive-Mi«-Antriebe unterstützen über die Multi-Ethernet-Schnittstelle gängige Protokolle auf Ethernet-Basis, etwa Sercos, Profinet, EtherNet/IP und EtherCAT. Via Gateway ist eine Verbindung mit Profibus möglich. In vernetzten Strukturen führen die Antriebe ihre Aufgaben autark aus.

Zusätzlich zu den Standardfunktionen von Servoantrieben bieten sie vordefinierte Technologiepakete, die aufwändiges Programmieren durch einfaches Parametrieren ersetzen. Die Funktion »Aktive Schwingungsdämpfung« beispielsweise erhöht die Dynamik von Achsen und verkürzt damit Zykluszeiten. Sie gleicht automatisch Schwankungen von Prozessparametern aus und verhindert Resonanzschwingungen. Bei neuen vernetzten Wartungskonzepten sorgen intelligente Software-Funktionen für höhere Verfügbarkeit. So nutzt die Funktion »Productivity Agent« für die »IndraDrive-Mi«-Antriebe die Antriebsdaten, um ohne zusätzliche Sensoren mechanischen Verschleiß zu erkennen. Endanwender können damit den Austausch von Maschinenkomponenten einplanen, bevor sie ausfallen und zu einem Maschinenstillstand führen. Eine Grundidee von Industrie 4.0 ist die Vernetzung autarker Automatisierungskomponenten und -module, die sich selbstständig in einen veränderbaren Kontext einbinden. Diesen Ansatz können Maschinenhersteller laut Bosch Rexroth mit dem in den Antrieben integrierten Motion-Logic-System nach IEC 61131-3 schnell umsetzen. Das Motion-Logic-System koordiniert bis zu neun »IndraDrive-Mi«-Antriebe als Slaves in Echtzeit.

Maschinenhersteller können damit also komplexe Teilfunktionen von Maschinen unabhängig von der übergeordneten Steuerung realisieren. Das »Open Core Interface for Drives« ermöglicht darüber hinaus den direkten Zugriff auf alle Antriebsparameter über Hochsprachen-basierte Anwendungen in externen Geräten wie PCs. Anstatt eigens zu erstellender SPS-Programme reichen beispielsweise Makros der gängigen Tabellenkalkulationsprogramme aus, um Antriebsdaten wie den Energieverbrauch direkt abzurufen und auszuwerten.

Bosch Rexroth stellt auf der SPS IPC Drives 2014 in Halle 7, Stand 450 aus.

 

Die Servoantriebe der Serie »IndraDrive Mi« von Bosch Rexroth bieten offene Kommunikationsstandards, vordefinierte Technologiepakete und freie Programmierung in Hochsprachen.