20 Jahre Solidpro Ausbau des Bereichs 3D-Druck

Werner Meiser, Solidpro: »Die Interessenten können sich in unserem Demo-Center auf dem Werksgelände in Langenau genau ansehen, was sich mit den neuen 3D-Druck-Maschinen von HP alles machen lässt. Wir können echte Objekte nach Kundenvorgabe produzieren.«
Werner Meiser, Solidpro: »Die Interessenten können sich in unserem Demo-Center auf dem Werksgelände in Langenau genau ansehen, was sich mit den neuen 3D-Druck-Maschinen von HP alles machen lässt. Wir können echte Objekte nach Kundenvorgabe produzieren.«

Solidpro steigt über die neue 3D-Druckerlinie von HP in den professionellen 3D-Druck ein, um zum 20-jährigen Firmenjubiläum in einen neuen Markt vorzudringen.

Werner Meiser freut sich über sein Gespür: Vor 20 Jahren gründete er Solidpro. Die Idee dahinter: eine gut zu nutzende 2D-Software anzubieten. Das Arbeitspferd war ME10 von Hewlett-Packard (HP).

Doch sein Gespür bewies Werner Meiser auf einem anderen Gebiet: »Dass die Entwicklung in Richtung 3D-Systeme gehen würde, war mir damals schon klar.«

Da stolperte er über eine neue 3D-Software, die sich von anderen Systemen unterschied. Denn sie war – etwa über Drag-and-drop-Funktionen – so einfach zu benutzen, wie dies aus der Windows-Welt bekannt war. Bis in die 2D- und 3D-Entwicklungs- und Simulationssysteme war dies aber im Jahr 1997 noch nicht vorgedrungen. Aufwändige Systeme und teure, komplexe Hardware waren die Voraussetzungen, um überhaupt mit der Arbeit beginnen zu können.

Doch die Software namens Solidworks, mit der Werner Meiser Bekanntschaft gemacht hatte, war anders. »Damals konnte natürlich niemand ahnen, dass diese Software einmal zum Marktführer aufsteigen wurde. Solidworks gehörte zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal zu Dassault«, erinnert sich Meiser.

Solidworks steckte also noch in den Kinderschuhen – obwohl die Software schon damals eine schöne Ergänzung zu ME10 darstellte. Das funktionierte schon recht gut, Anfang 2000 kam der Durchbruch: Denn unter den Fittichen von Dassault entwickelte sich Solidworks prächtig. »Das hat uns mit nach oben gebracht«, so Werner Meiser. 2007 war das Unternehmen von einer Handvoll Mitarbeiter auf über 100 angewachsen, die Zusammenarbeit mit HP entwickelte sich ebenfalls gut und mit Solidworks schien der Weg nach oben vorgezeichnet.

Doch dann kam 2009 die Krise, von der auch Solidpro erfasst wurde, zumindest ein wenig. Die Mitarbeiterzahl schrumpfte kurz auf 80 – allerdings blieb das Unternehmen profitabel. Aber auch als es wieder aufwärts ging, war für Werner Meiser klar: Für die nächste Wachstumsphase wäre ein Partner das Richtige. In der Bechtle AG meinte er, den richtigen gefunden zu haben.

Der IT-Spezialist Bechtle übernahm Solidpro, führte das Unternehmen aber als eigenständige Einheit im Konzern weiter. Meiser blieb weiter Geschäftsführer am Standort Langenau bei Ulm und konnte sich auf seine Stärken konzentrieren, die er seit Gründung des Unternehmens bewiesen hatte: operativ tätig zu sein. Um die administrativen Aspekte kümmerte sich fortan Bechtle. »Mit der Übernahme sollte die Weiterentwicklung des Unternehmens gewährleistet werden«, so Meiser. Nach sieben Jahren lässt sich sagen: Die Integration ist gelungen. Heute beschäftigt Solidpro 170 Mitarbeiter. Ob Solidworks 3D-CAD, PDM, Simulation, Composer und Electrical, SolidCAM, ERP-Anbindungen, Seminar- und Einführungskonzepte, technisches Kundenzentrum, Softwareentwicklung, CAD-Workstations, Bechtle PLM oder Bechtle IT-Produkte – die Anwender bekommen alles aus einer Hand.