Dassault Systèmes und AIRBUS APWORKS 3D-Druck für die Serienproduktion in Luft- und Raumfahrt

Kommende Generationen von Bauteilen für die Luft- und Raumfahrtindustrie werden dank additiver Fertigung leichter und zuverlässiger.
Kommende Generationen von Bauteilen für die Luft- und Raumfahrtindustrie werden dank additiver Fertigung leichter und zuverlässiger.

Dassault Systèmes und AIRBUS APWORKS arbeiten künftig eng zusammen, um den Einsatz der additiven Fertigung in der Großserienproduktion der Luft- und Raumfahrtindustrie voranzutreiben.

Dazu erweitern Dassault Systèmes und APWORKS den funktionsumfang von »Co-Design to Target«, ein in der Luft- und Raumfahrindustrie bekanntes System. Der neu integrierte virtuelle Prozess soll alle Engineering-Parameter über die gesamte Wertschöpfungskette der additiven Fertigung eines Bauteils digital validieren und speichern. Damit wird der additive Fertigungsprozess von der Designoptimierung bis hin zur Produktion replizierbar und skalierbar.

Kommende Generationen von Bauteilen für die Luft- und Raumfahrtindustrie werden dank additiver Fertigung leichter und zuverlässiger. Die additive Fertigung ermöglicht raffiniertere Designs, kann Hochleistungswerkstoffe verarbeiten und setzt schnellere Maschinen ein. Damit reichen ihre Anwendungsgebiete über den Prototypenbau und das Produktdesign hinaus. Sie wird zum weltweit führenden Verfahren für industrielle Fertigungsprozesse.

Virtuelle Technologien tragen dazu bei, die additive Fertigung in der Serienproduktion zu implementieren. Das neue End-to-End-System von Dassault Systèmes und APWORKS umfasst eine zentrale Datenbank, die die Anforderungen an die vorgelagerte Materialauswahl, das Design und die nachgelagerten Fertigungsprozesse und Tests definiert. Die Integration von 3D-Design in Verbindung mit Engineering und Simulation optimiert Bauteile für die additive Fertigung, definiert standardisierte Parameter und damit Zertifizierungsstandards. Nachfolgende Schritte wie Tests, Optimierungen und die additive Fertigung eines Bauteils können an die identifizierten Parameter angepasst werden. So können Nutzer ihre konzeptionellen Entwürfe optimieren, eine virtuelle Validierung während jeder Phase durchführen und mögliche Probleme identifizieren, bevor ein Teil überhaupt produziert wird.

»Die 3DEXPERIENCE-Plattform ist ein erster wichtiger Schritt zur replizierbaren und skalierbaren Serienproduktion. Simulationen können dazu beitragen, ein potenzielles Versagen von Bauteilen vorherzusagen und zu vermeiden«, sagt Joachim Zettler, Geschäftsführer von APWORKS. »Die Luftfahrtindustrie ist stark sicherheitsorientiert und neue Produkteinführungen nehmen in der Regel Zeit in Anspruch. Dank der virtuellen Validierung des additiven Herstellungsprozesses können wir sehr bald zertifizierte additiv gefertigte Serienbauteile erwarten.«

»Virtuelle Technologien und die additive Fertigung ermöglichen es, mehr mit weniger zu erreichen: weniger Abfall, Gewicht und Kosten. Und sie ermöglichen es Konstrukteuren, komplexe Formen zu entwerfen, die mit konventionellen Produktionsprozessen nicht hergestellt werden konnten«, sagt Michel Tellier, Vice President Aerospace & Defense, Dassault Systèmes. »Nur durch die vollständige Annäherung von realer Produktion und virtuellem Design kann diese Herstellungsmethode die Zukunft prägen und gestalten.«

Neben der Luft- und Raumfahrtindustrie planen die Partner, auch bei Anwendungen in der Automobilindustrie, der Medizintechnik sowie in der Robotik und dem Maschinenbau zu kooperieren.