Normalisierung in Sicht Wie lange dauert der DRAM-Boom?

Die Kapazitäten für die Fertigung von DRAMs steigen, besonders Samsung trägt dazu bei.
Die Kapazitäten für die Fertigung von DRAMs steigen, besonders Samsung trägt dazu bei.

Vieles hängt von Samsung ab, denn das Unternehmen hält einen Marktanteil von 50 Prozent.

Wenn also Samsung die Kapazitäten kräftig ausbaut bzw. der Ausbau greift, dann dürften sich Angebot und Nachfrage nach einer Phase der Knappheit wieder ausgleichen. Nicht zuletzt durch Schwierigkeiten, auf die nächsten Prozessgenerationen mit Strukturgrößen im Bereich von 10 nm überzugehen. Wegen der technischen Schwierigkeiten und einem gleichzeitig hohen Bedarf, kam es zu Lieferengpässen, die sich erheblich auf den Preis auswirkten. Laut DRAMeXChange war ein 4GByte-DDR4-DRAM-Modul im zweiten Quartal für 13 Dollar erhältlich, im vierten Quartal 2017 müssen die Anwender dafür über 30 Dollar auf den Tisch legen. Von dem Preisanstieg profitierten die übrigen DRAM-Hersteller, die Traumumsätze und -renditen einfahren konnten.

Ein weiterer Faktor kommt noch hinzu: Chinesische Firmen investieren Milliarden von Dollar, um eigene DRAM-Werke aufzubauen. Wann sie relevante Stückzahlen erreichen und zu welchem Preisen sie anbieten werden, bleibt abzuwarten. Samsung wird aber mit Sicherheit Maßnahmen ergreifen, um ihre führende Stellung auf dem DRAM-Markt zu verteidigen. Dazu gehört es, die Kapazitäten zu erhöhen und die Preise so zu gestalten, dass es Newcomer schwer haben werden, in den Markt zu vorzudringen. Deshalb sieht es nach Einschätzung der Analysten von DRAMeXchange so aus, als ob die DRAM-Liefersituation sich in den nächsten Monaten merklich entspannen könnte und die Preise wieder zurückgehen.