ARM Wachstum verlangsamt

Der Prozessorhersteller ARM hat seine Ergebnisse für das erste Quartal 2014 vorgelegt. Vergleicht man die Zahlen von Q1/2014 mit Q1/2013, dann fallen die Zuwächse in diesem Jahr deutlich geringer aus. Das eingebremste Wachstum war von Analysten aber bereits erwartet worden.

So hat der Prozessorhersteller im ersten Quartal 2014 einen Umsatz in Höhe von 186,7 Mio. Pfund erzielt, was einem Plus von 10 Prozent gegenüber dem 1. Quartal 2013 entspricht - deutlich weniger als noch vor einem Jahr, als der Umsatzzuwachs zwischen Q1/2013 und Q1/2012 sich auf 28 Prozent belief.

Der Vorsteuergewinn wiederum betrug im ersten Quartal dieses Jahres 97,1 Mio. Pfund, ein Plus von 9 Prozent gegenüber dem Vergleichsquartal aus dem Jahr 2013. Auch dieser Wert liegt deutlich unter der Zuwachsrate vom letzten Jahr, als der Vorsteuergewinn noch um 44 Prozent gegenüber 2012 gewachsen war.

Der Umsatz mit Lizenzgebühren für ARMs Prozessorkerne belief sich im ersten Quartal auf 69,6 Mio. Pfund, ein Plus von 34 Prozent gegenüber Q1/2013. Diese Zuwachsrate fällt besser aus als noch im ersten Quartal 2013, als der IP-Provider 51,7 Mio. Pfund mit Lizenzen eingenommen hatte und »nur« auf ein Plus von 26 Prozent gegenüber Q1/2012 kam. Die Umsätze mit Lizenzgebühren für Physical IPs beliefen sich im ersten Quartal 2014 auf 11,3 Mio. Pfund, ein Plus von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch hier liegt die Zuwachsrate über dem Vorjahr, als noch ein Plus von 21 Prozent erzielt wurde.

Nachdem die Umsätze mit Lizenzgebühren also abermals deutlich zugelegt haben, müssen die Umsätze mit Royalties zurückgegangen sein, anders ist das verlangsamte Wachstum nicht zu erklären. Und genau das war der Fall. So schrumpfte der Royalty-Umsatz für Prozessoren im ersten Quartal 2014 gegenüber Q1/2013 um 4 Prozent auf 76,9 Mio. Pfund, beim Physical IP war sogar ein Minus von 8 Prozent auf 9,9 Mio. Pfund zu verzeichnen. Im ersten Quartal 2013 hingegen waren noch satte Zuwachsraten von 36 respektive 30 Prozent gegenüber Q1/2012 zu verzeichnen. Lagerbereinigungen im Mobil- und Consumer-Elektronikmarkt werden als Grund für den Umsatzrückgang bei den Royalties von ARM angegeben, mit dem Hinweis, dass Lagerbereinigungen von Zeit zu Zeit nun mal stattfinden.