Kolumne Verteiler

Matthäus Hose, Verlagsleiter der Weka Fachmedien.
Matthäus Hose, Verlagsleiter der Weka Fachmedien.

E-Mails gehören zu den wichtigsten Kommunikationsmitteln unserer Zeit. Dabei gibt es verschiedene Typen von E-Mail-Schreibern – beispielsweise die...

Chef-generell-auf-CC-Setzer“. Egal, ob Kündigung oder Heiratsantrag, bei fast jeder Mail wird der Chef auf CC gesetzt. Solche Zeitgenossen waren in der Regel meist zu lange beim Bund.

Geheimnisvoller, aber ähnlich bemerkenswert, sind die „Bcc-Schreiberlinge“. Sie setzen gerne mal halbe Hundertschaften auf Blind-Copy. Sie sind quasi die Dr. Mabuses des E-Mail-Verkehrs. Für fast jede Extremitäten-Vergrößerung oder Potenzpille existiert mittlerweile ein Spam-Filter.

Doch gegen die „Mail-an-everyone-Kollegen“ ist kaum ein Kraut gewachsen. Wenn Susi S. aus dem ersten Stock mal wieder ihre Blechkreole auf dem Parkplatz verloren hat, ersucht sie bei der versammelten Belegschaft per E-Mail um Hilfe.

Und dann noch die lustigen „Bildchen- und Filmchen- Verschicker“. Garantiert kein Mail unter 8 MB. Dafür kann man sicher sein, dass gerade der Chef hinter einem steht, wenn das Mail aufgeht und sich unter lauter Musik das Playmate des Monats Mai
1987 auf dem Bildschirm räkelt.

Auch beim Umfang der E-Mails gibt´s unterschiedliche Ausprägungen. Da sind zum einen die „Vielschreiber“: Kein Mail unter 20.000 Zeichen. Scrollscroll – nach einigen Leseminuten unten angelangt fragt man sich, worum´s oben denn eigentlich ging. Zu diesem Typus gehören auch die Brieffreunde, die nicht loslassen können und antworten und antworten und antworten. Zu erkennen an Betreffzeilen à la “Antw.: AW: Re: AW: Re: Re: AW: AW: Re: Antw.: AW: Nicht so wichtig!”

Das genaue Gegenteil stellen die so genannten „E-Mail-Morser“, meist mit langjähriger Funkausbildung, dar. Deren umfangreichste Mails lesen sich in etwa so: „cu am WE, asap ;-) LG Erwin“

Ich muss aufhören, unten rechts blinkt ein kleines Briefchen. Könnte ja was Interessantes sein.

Ihr

Matthäus Hose