ZVEI: Aufholjagd in der Elektroindustrie nimmt Fahrt auf Umsatz und Auftragseingänge steigen weiter

Die deutsche Elektroindustrie wächst schneller. So lagen die Auftragseingänge im Februar 2010 21 Prozent höher als im Vorjahr. Der Umsatz wiederum liegt um 11 Prozent über dem Vorjahreswert. Damit ist seit September 2008 erstmals wieder der Gesamtumsatz auf Jahresbasis wieder gestiegen.

»Damit setzt sich der Aufholprozess nach dem tiefen Einbruch im Krisenjahr 2009 weiter fort«, erklärt Dr. Andreas Gontermann, Chefvolkswirt beim ZVEI. Beim Auftragseingang haben inländische Kunden die Nase vorn, beim Umsatz wiederum sind es die Kunden aus dem Ausland.

So haben die inländischen Kunden im Februar 25 Prozent mehr bestellt als im Vorjahr, die ausländischen lediglich 17 Prozent mehr. Der Inlandsumsatz wiederum legte im Februar um 9 Prozent zu, der Auslandsumsatz um 14 Prozent. 

Die (preisbereinigte) Produktion der Elektrounternehmen ist im Februar um 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. »Auch hier handelt es sich um den ersten Zuwachs auf Jahresbasis seit September 2008«, betont Dr. Gontermann. Die Produktionsplanungen der Elektrounternehmen sind im März per Saldo auf dem Level des Vormonats geblieben. 26 Prozent der Firmen wollen ihren Output in den nächsten drei Monaten erhöhen. 62 Prozent planen eine Aufrechterhaltung des gegenwärtigen Niveaus und nur noch 12 Prozent wollen ihre Produktion zurückfahren.

Im März haben die Unternehmen der Elektroindustrie ihre aktuelle Lage merklich besser beurteilt als im Februar. Der Saldo aus positiven und negativen Antworten ist allerdings immer noch negativ. Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate haben sich im März verglichen mit dem Vormonat leicht eingetrübt. Das Geschäftsklima insgesamt – als Mittel aus Lagebeurteilung und Erwartungen – hat sich im März aber leicht verbessert und ist jetzt per Saldo zum ersten Mal seit Juli 2008 nicht mehr negativ.