Angst vor IP-Abwanderung Trump verhindert Übernahme von Lattice

Donald Trump, US-Präsident
Donald Trump sagt Nein: Canyon Bridge Capital Partners darf Lattice nicht übernehmen.

Donald Trump hat den Verkauf von Lattice an einen Finanzinvestor gestoppt, hinter dem chinesisches Kapital steckt.

Damit ist klar: US-Firmen mit militärisch relevanten Technologien sollen nicht an China verkauft werden.

Canyon Bridge Capital Partners wollte Lattice Semiconductor für 1,3 Milliarden Dollar übernehmen. Nachdem Reuters aber berichtet hatte, dass Canyon Bridge teilweise von der chinesischen Regierung finanziert wird, tauchten auf amerikanischer Seite Bedenken auf.

Das Committee on Foreign Investment (CFIUS), das schon die Übernahme der deutschen Aixtron durch chinesische Investoren Ende letzten Jahres und den Kauf von Wolfspeed durch Infineon Anfang dieses Jahres verhindert hatte, untersuchte den Fall näher. Die Behörde war gegen die Übernahme, weil sie die nationale Sicherheit der USA gefährde. Dieser Einschätzung schloss sich Trump an.

Rund acht Monate hatte Lattice mit der CIFUS verhandelt. Zwar verkauft Lattice nach eigenen Aussagen keine Produkte mehr für den Einsatz in militärischen Geräten, aber offenbar fürchtete die CIFUS doch eine Abwanderung von Intellectual Property (IP) nach China.

Deshalb war der Vorgang auf dem Tisch von Präsident Trump gelandet, der jetzt endgültig dagegen entschied. Laut Reuters handelte es sich erst um den vierten derartigen Fall, der über die vergangenen 30 Jahren einem US-Präsidenten zur Entscheidung vorgelegt wurde.