IHS-iSuppli-Studie Solid State Disks auf Vormarsch

Bis 2017 wird sich laut einer aktuellen Studie von IHS iSuppli die Zahl der SSDs um den Faktor 7 gegenüber 2012 erhöhen und damit mehr als ein Drittel der Speicher in PCs und Notebooks ausmachen.

227 Mio. Solid State Disks werden der Studie zufolge 2017 in PCs und Ultrabooks integriert sein. 2012 waren es gerade mal 31 Mio. Stück, was einem Anstieg von 6 auf 36 Prozent entspricht. Im Gegenzug sinkt die Zahl der dennoch weiterhin dominierenden Festplatten um 14 Prozent von 475 auf nurmehr 410 Mio. Einheiten.

2013 verringert sich laut IHS-Analyst Fang Zhang die Nachfrage für HDDs um 8 Prozent auf 437 Mio. Units, während SSDs ihren Anteil auf 69 Mio. mehr als verdoppeln. Für den gesamten Prognosezeitraum sinkt der HDD-Anteil jährlich um durchschnittlich knapp 3 Prozent, SSDs hingegen legen Jahr für Jahr durchschnittlich um 48 Prozent zu. Treibende Kraft für die NAND-Flash-basierenden SSDs sind Ultrabooks und sehr dünne Notebooks.

Erzielten die HDD-Hersteller 2012 mit 30,6 Mrd. Dollar einen Rekordwert, werden sie 2013 Zhang zufolge nur noch 26,4 Mrd. Dollar einstreichen. 2017 werde dieser Wert auf 23,5 Mrd. Dollar sinken, die SSD-Hersteller kämen diesem Wert mit 22,6 Mrd. Dollar sehr nahe.

Trotz der raschen Akzeptanz von SSDs müssen die Hersteller von HDDs wie Seagate und Western Digital nicht um ihre Existenz fürchten. Weil die Kosten pro GByte bei Festplatten deutlich geringer sind als bei den Flash-Drives, werden sie auch weiterhin gefragt sein. Eine wichtige Rolle spielen HDDs neben dem PC-Segment überdies im Cloud-Computing, wo es um das Speichern riesiger Datenmengen geht.