Ergebnisse für das zweite Quartal SMIC: Die Umsätze sinken

Im zweiten Quartal 2011 hat die chinesische Foundry SMIC einen Umsatz von 352,4 Mio. Dollar erzielt, 4,9 Prozent unter dem Wert des vorherigen Quartals und 5,9 Prozent weniger als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Und der Blick auf das nächste Quartal ist düster: So soll der Umsatz abermals sinken und zwar zwischen 14 und 17 Prozent.

SMIC beziffert seine Bruttomarge im zweiten Quartal 2011 mit 14,3 Prozent, im Quartal zuvor waren es noch 18,6 Prozent. Der Grund: die Wafer-Starts sind aufgrund einer schwächeren Nachfrage im dritten Quartal zurückgegangen. Allerdings ist der Netto-Cashflow aus dem operativen Geschäft von 73,4 Mio. Dollar im ersten Quartal auf 79,4 Mio. Dollar im zweiten Quartal gestiegen. Gary Tseng, CFO von SMIC, erklärt, dass der Umsatzrückgang im zweiten Quartal teilweise darauf zurückzuführen ist, dass die SMIC-Kunden auf 65 und 45-nm-Prozesse übergegangen sind. Der weitaus größere Anteil wäre allerdings darauf zurückzuführen, dass unerwartete Veränderungen bei den Kundenprogrammen aufgetreten seien. In diesem Zusammenhang erwähnt er, dass beispielsweise manche Kunden ihren geplanten Sprung auf 65 nm zurückgenommen haben und jetzt direkt auf 45-nm-Strukturen setzen. Hinzu sei noch gekommen, dass ein wohl nicht ganz unwichtiger Kunde sein Geschäft mit einfacheren Baseband-Prozessoren aufgegeben hat. Wobei Tseng aber gleichzeitig betont, dass das Unternehmen durchaus auch neue Tape-outs auf Basis seines 65-nm-Prozesses hat und dass auch Kundenzusagen für 45/40-nm-Produkte bestünden. »Diese dürften sehr wahrscheinlich bereits nächstes Jahr schon einen bedeutenden Umsatzbeitrag leisten«, so Tseng weiter.

Trotz dieser Aussage ist der Ausblick auf das dritte Quartal eher düster. So erwartet Tseng einen Umsatzrückgang zwischen 14 und 17 Prozent. Und die Bruttomarge soll nur noch zwischen 0 und 3 Prozent liegen. Hierzu erklärt Tseng, dass die Nachfrage von nationalen wie internationalen Kunden schwächer als erwartet ausfällt und zwar aufgrund der relativ geringen Nachfrage auf Endkundenseite und aufgrund hoher Lagerbestände, in Kombination mit abermals plötzlich auftretenden Veränderungen bei bereits bestehenden Aufträgen. Tseng: »Die Kombination aus diesen drei Faktoren wirkt sich negativ auf unseren Umsatz im dritten Quartal aus.«

Einen Ausblick auf das vierte Quartal will Tseng nicht machen. Zum einen fehle die Transparenz, zum anderen käme noch die Unsicherheit bezüglich der weltweiten Wirtschaftslage hinzu. Laut seiner Aussage zeichne sich derzeit in keiner Weise ab, dass für die „Back-to-School-„ und Ferienzeiten die Nachfrage wieder anzieht. In der Summe heißt das wohl, dass das gesamte zweite Halbjahr eher schwierig sein dürfte.