ZVEI mit März-Analyse zur deutschen Elektroindustrie Schwacher Euro verleiht Export Flügel

Im März hat die deutsche Elektroindustrie 31 Prozent mehr exportiert als vor einem Jahr. Damit sind die Elektroausfuhren jetzt den vierten Monat in Folge im Jahresvergleich gestiegen.

»Das im März erzielte Exportvolumen von 12,6 Mrd. Euro markiert dabei den zweithöchsten Monatswert seit Ende 2007«, erläutert Dr. Andreas Gontermann, Chefvolkswirt des ZVEI. Und weiter: »Der höchste Wert wurde im Oktober 2008 erzielt.«

Im gesamten ersten Quartal d. J. beliefen sich die Ausfuhren auf 32,3 Mrd. Euro und lagen damit 15 Prozent über Vorjahr. Die kräftigsten Impulse kamen aus Südostasien (plus 42 Prozent) und Lateinamerika (plus 29 Prozent).

Mit einem Zuwachs von 32 Prozent übertrafen auch die Elektroimporte im März ihr – ebenfalls niedriges – Vorjahresniveau deutlich. Im ersten Vierteljahr 2010 belief sich das Einfuhrvolumen auf insgesamt 28,4 Mrd. Euro – ein Plus von 19 Prozent gegenüber Vorjahr.

Am steigenden Export sind laut Gontermann so gut wie alle Fachbereiche der Elektroindustrie beteiligt – die einen mehr die anderen weniger. Spitzenreiter beim Zuwachs im März waren Schienenfahrzeuge mit einem Ausfuhrplus von 55 Prozent. Im gesamten ersten Quartal wiederum hat sich die Fahrzeugelektrik mit plus 37 Prozent am kräftigsten erholt.

Begünstigt wurden die Ausfuhren vom Rückgang des Euro. Insgesamt hat der Euro seit November 2009 gegenüber den Währungen der für die deutsche Elektroindustrie zehn wichtigsten Exportländer um 7 Prozent abgewertet. Der Wertverlust gegenüber den Währungen der zehn bedeutendsten Elektro-Produktionsländer beträgt sogar 10 Prozent.