Ziel: 25 % Marktanteil Samsung pusht Foundry-Geschäft

Mit dem neuen 11LPP-Prozess erweitert Samsung Electronics sein Prozessspektrum mit kleinsten Strukturen, so dass neben dem 14 und 10 nm Prozess, jetzt auch 11 nm zur Verfügung stehen und bald auch 8 und 7 nm.
Samsung will im Foundry-Markt auf Platz zwei vorstoßen.

Samsung Electronics will das Foundry-Geschäft kräftig ausbauen und strebt 25 Prozent Marktanteil in fünf Jahren an.

Das Ziel bestünde darin, im Foundry-Markt an die zweite Position vorzurücken, wie Changsu Lee, Marekting-Chef von Samsung Japan, laut Ader Nikkei Asia Review kürzlich erklärt hat. Derzeit liegt Samsung mit einem Marktanteil von 7,9 Prozent hinter den weltweit ersten drei Foundries TSMC (50,6 Prozent), GlobalFoundries (9,6 Prozent) und UMC (8,1 Prozent). Samsung hofft, in Japan neue Kunden zu gewinnen, weil viele japanische Halbleiterhersteller die eigene Fertigung nicht zurückfahren und in Foundries auslagern wollen. Ähnlices gelte auch für Südkorea, die USA und Europa.

Technisch fühlt sich das Unternehmen gut gerüstet, um im Foundry-Markt ganz vorne mitspeilen zu können: Die Entwicklung des 7LPP-Prozesses mit Hilfe der EUV-Lithigrafie verlaufe im geplanten Zeitplant. Die Erstproduktion für die erste Hälfte 2018 geplant. Seit 2014 hat Samsung fast 200.000 Wafer mithilfe der EUV-Lithographie belichtet. Dank der dadurch gesammelten Erfahrung liege die Ausbeute in der Fertigung von 256 MBit-SRAMs bei 80 Prozent. Die im Speicherbereich gewonnen Erfahrung könne Samsung auch sehr gut für die Fertigung von Chips im Auftrag nutzen.

Im Mai dieses Jahres hatte Samsung das Foundry-Geschäft in einer eigenen Geschäftseinheit  zusammengefasst.