Nach Intersil-Übernahme Renesas wird wirklich global

Der Sitz von Renesas Europa in Düsseldorf
Der Sitz von Renesas Europa in Düsseldorf

Die Übernahme von Intersil veranlasst Renesas zur erneuten Umstrukturierung mit dem Ziel, ein wirklich globales Unternehmen zu werden.

Schon im Oktober 2013 hatte Renesas umstrukturiert, um wieder in die Profitzone vorzustoßen. Die umfangreichen Maßnahmen hatte das Unternehmen im März 2016 abgeschlossen.

Jetzt steht nach dem im Februar abgeschlossenen Kauf von Intersil die nächste Umorganisation an. Eines der Ziele: Renesas will nicht mehr nur von einem rein japanischen Management geführt werden und unter dem Motto »One Global Renesas« zu einer wirklich globalen Firma werden – ohne an bestimmte Regionen zu sehr gebunden zu sein.

Außerdem will Renesas die Verantwortlichkeiten noch klarer definieren, die Supply-Chain vereinheitlichen und die strategischen Geschäfte in spezifischen Regionen stärken. 

Die »2ndSolution Business Unit«, in der Renesas das General-Purpose-Geschäft zusammengefasst hatte, teilt das Unternehmen in zwei Einheiten auf: Die »Industrial Solution Business Unit« fokussiert sich auf applikationsspezifische Produkte, während die »Broad-Based Solution Business Unit« sich um Produkte kümmert, die in einer Vielzahl von Märkten Einsatz finden und viele verschiedene Anwender adressieren.

Die »1st Solution Business Unit«, in der die Produkte für die Automobilindustrie zusammen gefasst sind, tauft Renesas in »Automotive Solution Business Unit« um.
Die »Broad-Based Solution Business Unit« wird am 1. April ihre Arbeit aufnehmen und schnell von den Synergien mit Intersil profitieren. Ab 1. Juli sollen dann die Sales- und Marketing-Divisions den drei neuen Einheiten zugeordnet werden. Eine jede Einheit wird dann über eigene Funktionen von Marketing bis Design und Entwicklung verfügen, um schelle Entscheidungsprozesse zu ermöglichen.

Die Funktionen, die zur Supply Chain gehören – wie Fertigungsstrategie, Produktions- und Investitions-Management und Materialeinkauf – verteilen sich derzeit über die Einheiten. Jetzt will Renesas zum 1. Juli eine neue »Supply Chain Management Unit« gründen. Auch durch diese Vereinheitlichung erwartet sich Renesas eine Beschleunigung der Prozesse sowie die Optimierung der Lieferkette, um die Kunden verlässlich beliefern zu können.

Parallel dazu baut das Unternehmen nach der Integration von Intersil die globale Organisation rund um die Geschäftseinheiten auf. Dabei sollen regionale Eigenheiten – Renesas erwähnt insbesondere China mit seinen Wachstumschancen – Berücksichtigung finden. Deshalb gründet Renesas zum 1. März eine neue »China Business Unit «, deren Leitung Senior Vice President Tomomitsu Maoka übernimmt.