IEDM 2015 Quanten-ICs kurz vor der Realisierung

Schematischer Aufbau des Silizium-basierten Kane-Quantencomputers
Schematischer Aufbau des Silizium-basierten Kane-Quantencomputers

Michelle Simmons, Professorin am Centre of Excellence for Quantum Computation and Communication Technology von der University of New South Wales, erklärt in ihrer Keynote, dass die Quanten-Informationstechnik keine Zukunftsmusik mehr ist, sondern kurz vor dem Durchbruch steht.

Und das meint sie wörtlich. Simmons geht davon aus, dass zwischen 2018 und 2020 bereits die ersten Quanten-ICs und zwischen 2020 und 2025 die ersten Quantencomputer realisiert werden können.

Warum die Quanten-Informationstechnik ein wichtiges Forschungsgebiet darstellt, begründet Simmons folgendermaßen: Im Vergleich zu einem klassischen Computer, der sequentiell arbeitet, arbeiten Quantencomputer massiv parallel und sind damit zumindest bei bestimmten Problemen (zum Beispiel Primfaktorzerlegung) deutlich schneller. Simmons: »Mit Quantencomputern kann beispielsweise die Software eines Flugzeugs getestet werden, das ist mit klassischen Computern nicht möglich.« Mittlerweile gäbe es eine steigende Anzahl von Quantenalgorithmen, die zeigen, dass Quantencomputer deutlich schneller sind als herkömmliche Rechner. Dazu gehören beispielsweise der Shor-Algorithmus für die Primfaktorzerlegung von großen Integer-Zahlen und der Grover-Algorithmus für die Suche in großen, unsortierten Datenbanken.