Neues Eureka-Cluster PENTA folgt auf CATRENE

Peter Connock: Aus ENIAC wurde ECSEL, aus CATRENE wurde PENTA. Diese Neuausrichtungen sind den Veränderungen der Industrie geschuldet.
Peter Connock: »Aus ENIAC wurde ECSEL, aus CATRENE wurde PENTA. Diese Neuausrichtungen sind den Veränderungen der Industrie geschuldet.«

Auf dem European Nanoelectronics Forum wurde das neue Eureka-Cluster »PENTA« gestartet, mit dem Europa die Mikro- und Nanoelektronik weiter vorantreiben will. PENTA ist das mittlerweile fünfte Programm, mit dem Europa seine Halbleiterindustrie unterstützt. Die Laufzeit ist auf fünf Jahre ausgelegt.

Laut Peter Connock, Sprecher von PENTA, will Eureka mit dem neuen Cluster Investitionen in Höhe von insgesamt 1,5 Mrd. Euro für F&E-Aktivitäten in der ECS-Industrie (ECS: Electronics Components and Systems) lostreten, zu Beginn stünden schon rund 500 Mio. Euro für zukünftige Projekte bereit.

PENTA, unter AENEAS aufgehängt, hat wie andere Eureka-Programme eine Laufzeit von fünf Jahren. Ebenfalls gleich bleibt, dass PENTA parallel zu ECSEL JU läuft, und auch die Aufgabenverteilung gleich bleibt: Über ECSEL werden eher Großprojekte wie beispielsweise die Einrichtung von Pilotlinien abgewickelt, bei PENTA sind die kleineren Projekte aufgehängt. Connock, der zudem Board Chairman des kleineren Unternehmens memsstar ist, betont, dass er PENTA viel stärker für SMEs öffnen will, sprich die Unterstützung, die solche Unternehmen brauchen, um an einem europäisch geförderten Projekt überhaupt teilnehmen zu können, soll ausgebaut werden. Connock betont: »Unternehmen und Organisationen aller Größen aus ganz Europa sollen die Möglichkeit haben, sich an PENTA-Projekten zu beteiligen.« PENTA will außerdem stärker die gesamte Wertschöpfungskette in der Elektronik einbinden, damit die geförderten Entwicklungsanstrengungen schlussendlich auch zu den Anforderungen passen, die die Industrie hat. Ein Punkt, der ganz klar in diese Richtung zeigt, ist in der Tatsache zu sehen, dass das Supervisory-Board von AENEAS auf 20 Mitglieder erweitert wurde und jetzt mit Audi und Gemalto erstmals auch OEMs mit an Bord sind.

Laut Connock fokussiert sich PENTA zunächst auf Projekte aus drei Bereichen: Automotive, Gesundheitswesen und Industrie. Der erste Call soll bereits im Januar 2016 erfolgen.