DRAM-Preise weiter im Höhenflug Neuer Umsatzrekord

Die Umsatzentwicklung der führenden DRAM-Hersteller im ersten Quartal 2018.
Die Umsatzentwicklung der führenden DRAM-Hersteller im ersten Quartal 2018.

DRAMs haben um 5,4 % zugelegt, Grafik-DRAMs wegen der Kryptowährungen sogar noch deutlich mehr.

Der DRAM-Umsatz ist im ersten Quartal 2018 laut DRAMeXchange gegenüber dem vorausgegangenen Quartal um 5,4 Prozent gewachsen, Tendenz weiter steigend. Besonders deutlich fiel der Umsatzzuwachs im Sektor der Grafik-DRAMs mit einem Plus von 15 Prozent aus. Hier steckt vor allem der hohe Bedarf an Grafik-DRAMs für spezielle Server dahinter, die dafür eingesetzt werden, Kryptowährungen zu schürfen.

Nach Beobachtungen von Avril Wu, Senior Research Director von DRAMeXchange, haben die Hersteller den Schwerpunkt der Produktion auf DRAMs für Server verlegt, für die größere Nachfrage herrscht als für PC-DRAMs. Zudem liegt die Marge dort höher. Die DRAM-Hersteller haben zwar die Kapazitäten erweitert, würden sie aber erst ab Ende des Jahres für die Fertigung nutzen, weshalb die Preise für DRAMs auch im zweiten Quartal noch steigen werden.

Samsung, die Nummer 1 unter den DRAM-Herstellern, konnte den Umsatz im ersten Quartal 2018 um 2,9 Prozent auf 10,36 Mrd. Dollar steigern. Der Umsatz von SK Hynix kletterte um 2,2 Prozent auf  6,43 Mrd. Dollar. Wegen des schwachen Smartphone-Marktes gingen die Stückzahlen beider Hersteller allerdings leicht zurück. Deshalb fiel auch ihr gemeinsamer Marktanteil auf 73 Prozent zurück. Im einzelnen hielten Samsung 44,9 Prozent und SK Hynix 27,9 Prozent.

An dritter Stelle liegt Micron: Das US-Unternehmen konnte den Umsatz sogar um über 14,3 Prozent auf 5,21 Mrd. Dollar steigern. Der Marktanteil wuchs im zweiten Quartal um 2 Prozentpunkte auf 22,6 Prozent.


Bei steigenden Preisen gehen auch die Margen nach oben. Samsung konnte wieder einmal einen neuen Rekord erzielen und die operative Marge von 64 Prozent im vierten Quartal 2017 auf 69 Prozent im ersten Quartal dieses Jahres steigern. Die Marge von SK Hynix wuchs von 59 auf 61 Prozent. Micron trieb sie laut DRAMeXcange von 59 auf 61 Prozent in die Höhe.

Derzeit will Samsung 50 bis 60 Prozent der DRAMs auf Basis des 18-nm-Prozesses fertigen. Die Vorbereitungen in der neuen Fab in Pyeongtaek für die Produktion der neuen 16-nm-Generation kaufen auf Hochtouren.

SK Hynix legt laut DRAMeXchange derzeit den Schwerpunkt darauf, die Ausbeute des 18-nm-Prozesses, der Ende letzten Jahres hochgefahren wurde, weiter zu steigern. Die neue Generation kann frühestens im ersten Halbjahr 2019 folgen, sobald die neue Fab in Wuxi die Produktion aufnimmt. Micron Memory Taiwan (früher Rexchip) fertigt im Moment auf der 17-nm-Ebene. Die zweite Taiwan-Tochter von Micron (früher Inotera) befindet sich laut DRAMeXchange gerade im Übergang von der 20-nm- auf die 17-nm-Ebene.

Der taiwanische Hersteller Nanya ist gerade dabei den 20-nm-Prozess hochzufahren. Im ersten Quartal 2018 konnte das Unternehmen laut der Analyse von DRAMeXchnage gegenüber dem vorausgegangenen Quartal um 15 Prozent steigern. Powerchip legte im ersten Quartal um 8,2 Prozent zu. Das Foundry-Geschäft des Unternehmens wächst mit Kunden wie ESMT und AP Memory. Wenig zulegen konnte dagegen Winbond, weil die Preisanstieg in dem Sektor der Spezial-Speicher vergleichsweise bescheiden ausgefallen waren.