Universität Regensburg Nanotechnologieforschung erhält zusätzlich 4,5 Mio. Euro

An der Universität Regensburg wird der Forschungsschwerpunkt in den Nanowissenschaften weiter ausgebaut: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat eine Verlängerung des Graduiertenkollegs (GRK) 1570 »Elektronische Eigenschaften von Nanostrukturen auf Kohlenstoff-Basis« bewilligt.

Mit einer Gesamtsumme von rund 4,5 Mio. Euro werden die Regensburger Wissenschaftler in den kommenden viereinhalb Jahren gefördert. Koordiniert wird der Forschungsverbund von Prof. Dr. Milena Grifoni vom Institut für Theoretische Physik.

Ziel des Forschungsverbundes, dem neben Physikern auch Wissenschaftler aus der Chemie angehören, ist die Entwicklung neuer Nanotechnologien auf Kohlenstoff-Basis. Damit könnten langfristig schnellere und kleinere Transistoren und damit fortschrittlichere Computerschaltkreise oder Biosensoren hergestellt werden. Vor diesem Hintergrund wollen die Regensburger Forscher die verschiedenen Möglichkeiten der Kontrolle und Manipulation von Nanostrukturen auf Kohlenstoff-Basis sowohl theoretisch als auch experimentell erforschen. Von besonderem Interesse sind dabei Nanostrukturen auf der Basis von Graphen, Nanoröhren aus Kohlenstoff sowie aromatische Moleküle. Diese Forschungsfelder sollen im Rahmen der Arbeit des Graduiertenkollegs miteinander verknüpft werden.

Mit der Verlängerung des Regensburger Graduiertenkollegs wird auch das neue Modul »Anschubförderung« eingerichtet, in dem die beiden besten Nachwuchswissenschaftler mit einer zusätzlichen finanziellen Unterstützung von insgesamt bis zu 100.000 Euro rechnen dürfen. Zudem werden die Regensburger Doktoranden über ein umfangreiches Programm von interdisziplinären Vorlesungen, Seminaren und Workshops auf ihre künftigen Tätigkeiten in Wissenschaft und Wirtschaft vorbereitet.