Studie zum Flashmarkt 2013 NAND mit Umsatzrekord, NOR verliert weiter an Boden

Einen neuen Umsatzrekord verbuchten 2013 die Hersteller von NAND-Flash weltweit mit 25,8 Mrd. Dollar, entsprechend einer 28-prozentigen Steigerung gegenüber 2012. Die Umsätze mit NOR-Flash hingegen fielen einer Studie von IHS Technology zufolge um 15 Prozent auf rund 3 Mrd. Dollar.

Die kumulierten Umsätze für die beiden Flash-Speicherypen erhöhten sich von 23,7 auf 28,8 Mrd. Dollar. »Treibende Kraft für die Steigerungsraten bei NAND sind mobile Consumer-Geräte wie Smartphones und Tablet-PCs«, sagt Michael Yang, Senior Principal Analyst für Memory&Storage bei IHS. Als wahres Speichergrab bei NAND hat sich eMMC (embedded Multimedia Card) entpuppt: Wurden 2012 immerhin schon 867 Mio. eMMC-Speicher verkauft, stiegen 2013 die Stückzahlen um 49 Prozent auf über 1 Mrd.

Für NOR-Flash mit einem in der Vergangenheit sehr breiten Anwendungsgebiet »haben sich bislang noch keine neuen Killerapplikationen manifestiert«, bedauert Yang. So setzte sich 2013 die »traurige Geschichte des Abstiegs« fort. Der höchste jemals mit NOR erreichte Umsatz belief sich auf 9 Mrd. Dollar. Seit 2007 aber ging es Jahr für Jahr stetig abwärts.

Den Abwärtstrend stoppen könnte der im Gegensatz zu Parallel-NOR anhaltend wachsende Markt für serielles NOR (SPI). Auf diesen Zug sind unlängst Micron und Spansion aufgesprungen, deren Fokus vormals Parallel-NOR galt. Ob allerdings langfristig Platz für alle SPI-NOR-Flash-Hersteller sein wird, bezweifelt Yang: »Eine Konsolidierung auf vier Hersteller wäre aussichtsreicher.« 75 Prozent der Umsätze entfallen derzeit auf die fünf Hersteller Micron, Spansion, Macronix, Winbond Electronics und GigaDevice. Den Rest teilt sich eine Reihe kleinerer Hersteller.

Im Vergleich mit Parallel-NOR lässt sich SPI-NOR breiter einsetzen - sowohl in Wireless- als auch Consumer-Devices. Vorteil von SPI-NOR ist überdies, dass es geringere Herstellungskosten verursacht und das Design-In einfacher ist.