FPGA-Welt konsolidiert sich weiter Microsemi kauft Actel

John East, Actel: »Aus meiner Sicht gibt es keine Firma, die besser geeignet wäre, die Produktstrategie von Actel erfolgreich fort zu führen.«

Microsemi ist in Kauflaune, hatte das Unternehmen doch erst vor kurzem PowerDsine, Spezialist für Power over Ethernet, übernommen. Jetzt greift Microsemi nach Actel und versucht damit den Einstieg in ein vollkommen neues Segment: Den FPGA-Markt.

Bisher sind alle Unternehmen, die sich nicht ausschließlich auf FPGAs beziehungsweise die Programmierbare Logik fokussiert hatten, gescheitert und haben sich aus dem Markt verabschiedet. Jetzt versucht Microsemi als Spezialist für Analog/Mixed-Signal-ICs den umgekehrten Weg und will über den Zukauf in den Markt für programmierbare Logik einsteigen. Und es gibt durchaus Berührungspunkte zwischen den Unternehmen. Microsemi will durch die Übernahme einerseits sein Produktspektrum im Mixed-Signal-Bereich und bei System-Level-Produkten erweitern und sich andererseits damit auch neue Möglichkeiten für die Programmierung der eigenen SoCs eröffnen.

»Die Produktspektren von Actel und Microsemi sind komplementär. Aus meiner Sicht gibt es keine Firma, die besser geeignet wäre, die Produktstrategie von Actel erfolgreich fort zu führen«, sagt John East, CEO von Actel, der nach seinem angekündigtem Rückzug als CEO das Nachfolgeproblem damit auch gelöst hat.

Das lässt sich Microsemi 20,88 Dollar pro Aktie kosten, wodurch der ganze Deal rund 430 Mio. Dollar ausmacht. Akzeptieren die Aktionäre dieses Angebot, dann sollte die gesamte Transaktion im ersten Quartal 2011 abgeschlossen sein.