Microchip Technology MCU-Peripherals ersetzt Software

Die PIC1XF150X MCUs von Microchip sind beispielsweise mit CLCs ausgestattet.
Die PIC1XF150X MCUs von Microchip sind beispielsweise mit CLCs ausgestattet.

Microchip Technology hat seine 8-Bit-Controller aus der PIC1xF182x-Familie mit viel intelligenter Peripherie ausgestattet. Damit lassen sich vielfältige Anwendungen realisieren, ohne auf leistungshungrige Software zurückgreifen zu müssen und ohne dass der Prozessorkern einen Handstrich dafür tun muss.

Wer redet heute noch von 8-Bit-Controllern, 32-Bit-Controller scheinen doch des Rätsels Lösung zu sein: Sie sind billig, und der Rest wird mit Software erledigt. Das zeigt sich auch in den Umsatzzahlen: Die 32-Biter zeichnen sich durch hohe Wachstumsraten aus, die 8-Bit-MCUs hingegen stagnieren.  

Auch wenn der globale Umsatz mit 8-Bitern stagniert: Für Microchip und einige andere ist das weiterhin ein interessanter Markt. Dirk Müller, Field Application Manager bei Microchip Technology, ist der Überzeugung, dass viele Entwickler die 8-Biter deutlich unterschätzen. Zum einen weil es schon fast einen Hype für die 32-Bit-Controller gibt und zum anderen, weil viele Entwickler gar nicht wissen, wie leistungsstark 8-Bit-MCUs sind. Vermutlich auch, weil der Irrglaube im Markt vorherrscht, dass Software per se der richtige Weg sei, um Applikationen einfach und schnell zu realisieren.

Müller: »In diesem Zusammenhang wird ein wesentlicher Punkt oft vergessen: die Leistungsaufnahme! Zwar schreit jeder nach möglichst energiesparenden Produkten, aber dass Software nun mal Strom verheizt, wird ignoriert. Wer es mit dem Energiesparen ernst meint, sollte sich unsere 8-Biter ansehen. Wird alles über Software gelöst, steigt die Leistungsaufnahme. Nutze ich die Hardware, wird es deutlich energiesparender.«

Und in Hinblick auf die Leistungsfähigkeit von 32-Bit-MCUs versus 8-Bit-Varianten erklärt Müller: »Wir machen sehr oft die Erfahrung, dass in vielen Fällen unsere 8-Biter vollkommen ausreichend sind und 32-Bit-Varianten keine Vorteile bringen«. Ein Punkt ist allerdings nicht von der Hand zu weisen. Programmieren lernen die Ingenieure an der Uni, dementsprechend gering ist die Einstiegsschwelle bei einem 32-Bit-Controller, bei dem das meiste über Software erledigt wird. Wollen sie hingegen die Peripheriemodule der 8-Biter von Microchip nutzen, müssen sie sich erst mal schlau machen. Das weiß auch Microchip und bietet unendlich viele Applikation-Notes/Videos/Informationen/Entwicklungs-Tools/Referenz-Designs etc. kostenlos an.