STMicroelectronics Leichtes Umsatzplus mit Aussicht auf weitere Besserung

Wachstum
STMicroelectronics konnte seinen Umsatz im vierten Quartal 2016 um 11,5 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal steigern.

STMicroelectronics hat im Jahr 2016 einen Nettoumsatz von 6,97 Mrd. Dollar erzielt. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Plus von 1,1 Prozent und liegt damit leicht unter dem durchschnittlichen Jahreswachstum der Halbleiterindustrie, das laut Gartner 1,5 Prozent betrug.

Der Nettogewinn von STMicroelectronics wird mit 165 Mio. Dollar beziffert, der frei Cash-Flow lag bei 312 Mio. Dollar. Werden die Geschäftsbereiche herausgerechnet, von denen sich STMicroelectronics trennt (Mobile, Kameramodule und Settop-Boxen), dann konnte das Unternehmen seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozent steigern. Besonders die Nachfrage nach speziellen Bildsensoren und ein solides Wachstum im Automotive-Segment sowie bei den MCUs waren hierfür die Treiber. Dadurch konnten Schwächen im Analog- und Power-Discrete-Bereich für Computer-Peripheriegeräte und MEMS für Smartphones ausgeglichen werden. Carlo Bozotti, President und CEO von STMicroelectronics, erklärt, dass das Jahr 2016 zwar schwach gestartet sei, aber im zweiten Halbjahr dann noch ein Umsatzwachstum von 6,5 Prozent (2016 zu 2015) erzielt werden konnte, und dass an diesem Wachstum alle Produktgruppen beteiligt waren, außer natürlich denen, aus denen sich ST sowieso verabschiedet.

GAAP-ZahlenQ4 2016Q3 2016Q4 2015FY 2016FY 2015
Nettoumsatz (Mrd. Dollar)1,8591,7971,6686,9736,897
Bruttomarge37,5 %35,8 %33,5 %35,2 %33,8 %
Operatives Ergebnis (Mio. Dollar)1299025214109

 

Auf das vierte Quartal bezogen, sehen die Zahlen dementsprechend auch viel besser aus. Hier konnte das Unternehmen einen Nettoumsatz von 1,86 Mrd. Dollar erzielen, was sequentiell einem Plus von 3,5 Prozent entspricht, im Jahresvergleich allerdings einen Zuwachs von 11,5 Prozent bedeutet. Die Bruttomarge lag in diesem Quartal bei 37,5 Prozent, also noch über den eigenen Vorgaben. Auf die verschiedenen Geschäftsbereiche fallen die Zuwachsraten im Jahresvergleich allerdings sehr unterschiedlich aus. ST gibt an, dass der AMG-Umsatz (Analog und MEMS Group) um 17,8 Prozent und der ADG-Umsatz (Automotive and Discrete Group) um 12,5 Prozent gestiegen ist. Der MDG-Umsatz (Microcontrollers and Digital ICs) ist hingegen leicht gefallen (-0,8 Prozent), was Bozotti mit einem geringeren Umsatz mit sicheren Mikrocontrollern und Geschäftsbereichen begründet, die ST aufgibt.

Umsatz Produktgruppe (Mio. Dollar)Q4 2016Q3 2016Q4 2015FY 2016FY 2015
Automotive and Discrete Group (ADG)7167046372.8132.731
Analog and MEMS Group (AMG)4364033701.5841.671
Microcontrollers and Digital ICs Group (MDG)6105876142.2852.292
Andere9710347291203
Gesamt1.8591.7971.6686.9736.897

 

Für das angelaufene Jahr 2017 ist Bozotti optimistisch. Im ersten Quartal erwartet er, dass der Umsatz saisonal bedingt um 2,4 Prozent schrumpfen wird und damit weniger als üblich. Im Jahresvergleich Q12016 zu Q12017 entspräche dies einer Umsatzsteigerung von gut 12 Prozent. Bozotti kündigt außerdem an, dass in diesesm Jahr zwischen 1 und 1,1 Mrd. Dollar investiert werden soll.