ZVEI Lage verbessert sich für die deutsche Elektroindustrie

Die Auftragslage für die deutsche Elektroindustrie hat sich zum Jahresauftakt leicht verbessert. Im Januar 2013 verzeichnete die mit über 840.000 Beschäftigten zweitgrößte deutsche Industriebranche ein Orderplus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

»Während die Auslandsaufträge um 0,8 Prozent zugenommen haben, sind die Inlandsaufträge auf Vorjahresniveau geblieben«, erklärt Dr. Andreas Gontermann, ZVEI-Chefvolkswirt. »Aus der Eurozone kamen 5,4 Prozent weniger Orders als vor einem Jahr, aus dem Nicht-Euroraum dagegen 5,1 Prozent mehr.« Im Vergleich zum Vormonat haben die Auftragseingänge im Januar dieses Jahres – arbeitstäglich und saisonbereinigt – sogar um 4,3 Prozent zugenommen. Hier sind die Bestellungen aus dem Inland mit plus 4,9 Prozent stärker gewachsen als die Orders aus dem Ausland mit plus 3,9 Prozent.

Der Branchenumsatz hat im Januar 2013 im Vorjahresvergleich noch einmal um 1,9 Prozent auf 13,0 Mrd. Euro nachgegeben. Die Erlöse mit inländischen Kunden haben um 6,2 Prozent auf 6,7 Mrd. Euro abgenommen. Der Auslandsumsatz ist hingegen um 2,7 Prozent auf 6,3 Mrd. Euro gewachsen. Einem Erlösrückgang in der Eurozone um 5,1 Prozent auf 2,4 Mrd. Euro stand ein kräftiges Umsatzplus in der Nicht-Eurozone von 8,2 Prozent auf 3,9 Mrd. Euro gegenüber. Verglichen mit Dezember 2012 haben sich die Branchenerlöse im Januar dieses Jahres – arbeitstäglich und saisonbereinigt – um 2,5 Prozent erhöht. Mit +3,0 Prozent hat sich das Geschäft mit inländischen Kunden dabei besser entwickelt als das Auslandsgeschäft mit +1,9 Prozent.

»Die um Preiseffekte bereinigte Produktion der deutschen Elektrounternehmen ist im Januar 2013 um 1,2 Prozent gegenüber Vorjahr gestiegen«, so Dr. Gontermann. Verglichen mit Dezember 2012 konnten die Elektrofirmen ihren Output im Januar dieses Jahres arbeitstäglich und saisonbereinigt um 3,8 Prozent erhöhen.

Ihre Produktionspläne haben die Branchenunternehmen im Februar 2013 spürbar heraufgesetzt. Erstmals seit einem halben Jahr liegen sie damit per saldo wieder im Plus. Für dieses Jahr geht der ZVEI von einem Wachstum der deutschen Elektroproduktion um 1,5 Prozent aus.