Toshiba Memory Könnten sich die Streithähne doch noch einigen?

Vielleicht finden Toshiba und Western Digital auf sanften Druck doch noch zueinander?

Die beiden Streithähne Western Digital und Toshiba sollen sich um eine Einigung bemühen anstatt sich über einstweilige Verfügungen vor Gericht zu streiten.

So lässt sich das Urteil eines kalifonischen Gerichts kurz zusammenfassen, vor dem Western Digital eine einstweilige Verfügung gegen den Verkauf von Toshiba Memory erwirken wollte. Toshiba muss nun Western Digital zwei Wochen bevor ein Verkauf wirksam wird darüber in Kenntnis setzen.

Dies sollte Western Digital genügend Zeit lassen, um reagieren zu können, also entweder wieder vor Gericht zu ziehen oder ein Schiedsgericht darüber urteilen zu lassen. Ein Verfahren vor dem International Chamber of Commerce hat Western Digital bereits in die Wege geleitet.

Auch Toshiba bereite sich auf das Verfahren vor dem Schiedsgericht des International Chamber of Commerce vor, dies sei die geeignete Institution, um die Probleme zu lösen, wie Toshiba in einer Stellungnahme mitteilte.   

Western Digital sieht die Interessen von SanDisk, die mit Toshiba Memory Joint Ventures betreibt und die Western Digital letztes Jahr gekauft hatte, durch das Urteil weiterhin geschützt. Die laufenden Diskussionen mit Toshiba seien konstruktiv. »Wir arbeiten weiter an der für alle Parteien besten Lösung«, so Western Digital in einer Pressemitteilung.

Jetzt darf spekuliert werden: Wenn Toshiba Memory einen Käufer findet, wenn Geld in die Kasse von Toshiba kommt und Toshiba keine Verluste mehr durch die insolvente Westinghouse drohen, könnten die Aktien ja wieder steigen.