Sicherheitslücke Klagewelle bricht los

Gegen Intel braut sich was zusammen: Die esten Klagen wurden eingereicht. Außerdem beklagen Firmen eine hohe Prozessorauslastung nach den Security-Updates
Gegen Intel braut sich was zusammen: Die ersten Klagen wurden eingereicht. Außerdem beschweren sich erste Firmen über eine hohe Prozessorauslastung nach den Security-Updates.

Intel sieht sich ersten Klagen von US-Verbrauchern ausgesetzt.

Die Kunden argumentieren mit Blick auf die entdeckte Schwachstelle, dass ihnen schadhafte Chips verkauft worden seien und fordern Wiedergutmachung. Am Wochenende wurden zunächst fünf Klagen bekannt: Zwei in Kalifornien sowie jeweils eine in Indiana, Oregon und New York. Die Kläger streben den Status von Sammelklagen an, denen sich weitere Verbraucher anschließen können. Zu den Klagen äußerte sich der Konzern zunächst nicht.

Forscher machten bei der Sicherheitslücke zwei Angriffsszenarien aus: Mit »Meltdown« kann man Daten aus dem Betriebssystem abgreifen, mit »Spectre« aus anderen Programmen. Die Kläger schießen sich jetzt zum Teil darauf ein, dass »Meltdown« bisher nur auf Intel-Prozessoren nachgewiesen wurde. Sie verweisen darauf, dass Intel bereits seit Monaten über die Schwachstelle Bescheid gewusst habe, und argumentieren, dass sie sich keinen Computer mit Intel-Chip gekauft oder weniger dafür bezahlt hätten, wenn diese Informationen öffentlich gewesen wären. Die Forscher und die Unternehmen hatten die Offenlegung bis Januar zurückgehalten, um in dieser Zeit Gegenmaßnahmen zu entwickeln.