NAND-Flash iPhone mit 10,5 Prozent Marktanteil

Das iPhone 5.
Das iPhone 5.

Laut der neuesten Analyse des NAND-Flash-Marktes von IHS iSuppli gehen allein 10,5 Prozent dieser Speicher in das iPhone. Trotzdem ist der Gesamtmarkt im letzten Jahr etwas zurückgegangen.

So ist der weltweite Umsatz im letzten Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent gesunken. Daran konnte auch der Hype um die iPhones nichts ändern.

Denn der steigenden Nachfrage nach den iPhones steht ein schlechter Absatz von Ultrabooks gegenüber, der schlussendlich zum Schrumpfen des gesamten NAND-Marktes führte. Michael Yang, Senior Principal Analyst für Memory & Storage bei IHS, konkretisiert und beziffert den NAND-Umsatz mit 19,7 Mrd. Dollar, 2011 waren es noch 21,2 Mrd. Dollar gewesen. Für dieses Jahr prognostiziert er allerdings wieder eine Umsatzsteigerung auf 22,4 Mrd. Dollar, und auch die nächsten Jahre sehen rosig aus.

Die iPhones dieser Welt haben im letzten Jahr 10,5 Prozent aller NAND-Speicher verbraucht. Zum Vergleich: Alle anderen Smartphones kamen zusammen nur auf 10,4 Prozent Verbrauch. Im letzten Jahr war pro iPhone im Durchschnitt 24,5 GByte Flash integriert. Das ist im Vergleich zu allen anderen Smartphones die höchste Speicherkapazität, aber auch im Vergleich zum Vorjahr ist der Wert bei Apple um 19 Prozent gestiegen.

Nur leider sind die Ultrabooks eben nicht so gut gelaufen wie erwartet und diese Gerätekategorie würde dank der SSDs den Flash-Markt ebenfalls beflügeln. Und obwohl die SSDs im letzten Jahr ein signifikantes Wachstum erreichen konnten, wurde auch dieser Zuwachs durch den mangelnden Erfolg der Ultrabooks zunichte gemacht.

Die schlechtere Nachfrage hat laut Yang dazu geführt, dass die NAND-Hersteller Mitte letzten Jahres ihre Produktion gedrosselt haben, wodurch der Markt sich ab Oktober wieder leicht erholt hätte. Aber das half auch nichts mehr, denn in der Summe ist der Umsatz im zweiten Halbjahr 2012 geschrumpft.

Dementsprechend sollten die NAND-Hersteller ihre Produktion auch im ersten Halbjahr im Auge behalten, denn das erste Halbjahr ist typischerweise von vornherein eher schwach. Yang glaubt, dass der Markt sich langsam weg von den kostengünstigen Applikationen wie Flash-Karten hin zu wertigeren Anwendungen bewegt. Dadurch hinge der Erfolg der NAND-Hersteller zunehmend davon ab, wie gut sie den Umstieg von reinen NAND-Chip-Verkäufern hin zu Anbietern von Komplettlösungen schaffen.

Die NAND-Industrie hängt auch in Zukunft von drei Applikationen ab: Smartphones, Tablets und SSDs. Die Smartphones verlieren laut Yang zwar an Wachstumsgeschwindigkeit, aber sie werden auch weiterhin eine wichtige Wachstumsquelle darstellen. Dafür sind laut Yang mittlerweile die Tablets zum wichtigsten Treiber im NAND-Markt geworden, denn hier gibt es zu Apple inzwischen doch einige ernsthafte Konkurrenten. Die SSDs stehen zwar derzeit noch am Anfang, Yang glaubt aber dass sie in Zukunft einen beachtlichen Anteil am NAND-Verbrauch auf sich verbuchen können.