UMC kürzt Equipment-Budget IoT und neue Speicher statt kleinster IC-Strukturen

Blick in die Fertigung von UMC
Blick in die Fertigung von UMC

UMC kürzt sein Budget für neues Equipment von 2 auf 1,7 Mrd. Dollar. Will UMC im Rennen um die fortschrittlichsten Prozesse gar nicht mehr mitmischen?

Von den 65 Mrd. Dollar, die der Foundry-Markt 2020 erreichen voraussichtlich erreichen wird, entfallen laut UMC rund 20 Mrd. Dollar auf die am weitesten fortgeschrittenen Prozessebenen. Darunter versteht UMC alle Prozesse, die in derLage sind, ICs mit Strukturen von unter 14 nm zu fertigen. Copresident Jason Wang hält dies nicht unbedingt für die Zielmärkte von UMC, wie die Taipei Times berichtet.

Die kommenden 10- und 7-nm-Prozesse lägen nicht der Fokus von UMC. Denn die restlichen 40 Mrd. Dollar Umsatz, der 2020 im Foundry-Markt erzielt werde, sei vor allem von ICs für den Einsatz i IoT-Umfeld, Automotive und neuen Speicherchips getrieben. Deshalb sei die 28-nm-Prozessebene immer noch der Hauptwachstumstreiber. ICs für Fernseher, Set-Top-Boxen, WiFi und IoT  im Allgemeinen benötigten meist keine Strukturgrößen, die darunter lägen. Er verspürt eine weiter starke Nachfrage nach eigenen im 28-nmProzessen gefertigte ICs, auch wenn derzeit eine gewisse Flaute zu verzeichnen sei. Über die näcstgen drei bis vier Quaartale würde die NAchfreage wieder anziehen.

Im zweiten Quartal 2017 musste UMC einen Rückgang des Nettoprofits um 8,2 Prozent auf rund 69 Mio. Dollar (2,1 Mrd. NT) hinnehmen. Im ersten Quartal hatte er noch bei 2,87 Mrd. NT gelegen. Damit sei UMC nach den Worten von Wang nicht zufrieden.

Im Juni hatte UMC Jason Wang und SC Chien zu Co-Presidents des Unternehmens berufen, die dem in den Ruhestand gegangenen bisherigen CEO Po-We Yen nachfolgten.