Forschungszentrum wächst auch im Krisenjahr IMEC: F&E konnte auch 2010 zulegen

Auch im letzten Jahr konnte das belgische Forschungszentrum IMEC seinen Gesamtumsatz steigern. Zwar sind die Umsatzzuwächse in den letzten zwei Jahren deutlich niedriger ausgefallen als in den Jahren zuvor, aber immerhin: der Umsatz wächst stetig, selbst im Krisenjahr 2009.

Wie sahen also die Zahlen im letzten Jahr aus? Den Gesamtumsatz 2010 beziffert das belgische Forschungszentrum IMEC mit 285 Mio. Euro, was einer Steigerung von zirka 3,6 Prozent gegenüber 2009 entspricht. Um eine gewisse Unabhängigkeit und auch Konstanz in schlechten Zeiten zu sichern, steuert die flämische Regierung regelmäßig Geld bei - im letzten Jahr waren es konkret 42,7 Mio. Euro. Und auch das in den Niederlanden ansässige Holst Centre erhält Geld vom Staat: 6,2 Mio. Euro kamen von der holländischen Regierung.

Mehr Umsatz heißt in diesem Fall auch mehr Mitarbeiter. So hat das IMEC im letzten Jahr 1.895 Mitarbeiter beschäftigt, 8 Prozent mehr als 2009. Mit Blick auf wissenschaftliche Konferenzen oder wissenschaftliche Publikationen kommt das Forschungszentrum auf zirka 1.800 Beiträge, welche oft auch in Zusammenarbeit mit den Universitäten aus Flandern oder aus dem Ausland entstanden sind. 2010 wurden 143 Patente an das IMEC erteilt, weitere 139 Patente werden derzeit noch überprüft. In der Summe arbeitet das IMEC mit mehr als 600 Unternehmen und 175 Universitäten weltweit zusammen.

Um das weitere Wachstum zu sichern, will Luc Van den hove, President und CEO vom IMEC, den Horizont bei den Forschungsaktivitäten deutlich erweitern. Damit vergrößert sich die Anzahl potenzialer Industriepartner deutlich und genau mit denen verdient das Forschungszentrum ja auch den Großteil seines Geldes. Van den hove konkretisiert, dass die Grenzen in Zukunft jenseits der Halbleiterei gezogen werden. Sprich zukünftig sollen nicht nur Halbleiterhersteller und alle mit der Halbleiterindustrie verbandelten Industrien auf der Partnerliste zu finden sein, sondern eben beispielsweise auch Energieerzeuger, oder Hersteller von medizinischen Gerätschaften sowie Pharmazieunternehmen.