HyperBus Flash-Interface für schnellere Leseraten von NOR

Spansions neues Flash-Interface HyperBus und der ebenfalls neue HyperFlash-NOR-Speicher verfünffachen die Lesegeschwindigkeit auf 333 MByte/s. Im Vergleich mit parallelem NOR-Flash reduziert sich die Anzahl der Pins auf ein Drittel, nurmehr zwölf werden benötigt. Auch mit NAND-Flash lässt sich HyperBus kombinieren.

HyperFlash ist laut Robin Jigour, Senior Vice President der Flash Memory Business Group von Spansion, »als Ergänzung zu den vorhandenen parallelen und SPI-NOR-Flashsspeichern gedacht – sozusagen als Sahnehäubchen.« Zunächst adressiert man mit diesem neuen NOR-FlashSpeicher das Automotive-Segment. Im Visier hat Spansion aber auch alle anderen Applikationen, die schnelles Booten verlangen wie die Medizintechnik und die Prozessautomatisierung sowie der Consumer-Bereich mit Digicams und neuerdings Wearable Electronics.

Ein wichtiger Aspekt ist Jigour zufolge die geringe Pin-Zahl, weil sich damit Systemkosten und Platz sparen lassen. Deshalb war bislang für solche Fälle auch SPI-Flash die bevorzugte Lösung. »Mit dem HyperBus-Interface bieten wir Entwicklern von embedded Systemen nun ein neues Niveau an Effizienz, wenn es um Performance und Pinzahl geht.« Die HyperBus-Schnittstelle ermögliche deutlich schnellere Bootzeiten, direkte Codeausführung (XiP) aus dem Flashspeicher und weniger Code-Shadowing, wodurch sich die Menge an RAM verringert.