Rohm Semiconductor Europageschäft soll kräftig wachsen

Satoshi Sawamura, President von Rohm Semiconductor (Mitte), Masaki Sakai, Director Euro-American Sales Headquarters (rechts) und Christian André, President und Chairman SiCrystal (links) im Gespräch mit Markt & Technik
Satoshi Sawamura, President ROHM Co. Ltd. (Mitte), Masaki Sakai, Director Euro-American Sales Headquarters (rechts) und Christian André, President und Chairman SiCrystal (links) im Gespräch mit Markt & Technik

»Wir verfolgen die Strategie, den Schwerpunkt auf Automotive und auf den Industriesektor zu legen und wollen damit auch den Umsatz, den wir in Europa erwirtschaften, deutlich steigern«, sagt Satoshi Sawamura, President ROHM Co. Ltd., im Interview mit Markt & Technik.

Beträgt dieser Umsatz heute 5 Prozent, so soll er in wenigen Jahren auf 10 Prozent wachsen. Gleichzeitig will Rohm den Umsatz mit Kunden außerhalb Japans insgesamt steigern, von derzeit 40 auf 50 Prozent.

In Europa beschäftigt Rohm derzeit rund 150 Mitarbeiter, auch diese Zahl soll über die nächsten Jahre kräftig wachsen. Mit einem erstaunlich breiten Produktspektrum, das von passiven Bauelementen über diskrete Halbleiter bis zu Mikrocontrollern und Power-Management-ICs reicht, sieht sich Sawamura gut positioniert, um in Europa erfolgreich im Automotive- und Industriemarkt auftreten zu können. »Gerade das breite Produktspektrum und unsere Fertigungstiefe sehe ich als einen interessanten Differenzierungsfaktor an«, sagt Sawamura.

Insbesondere von den Bereichen IoT und Industrie 4.0 verspricht er sich viel. »Wir können unsere Power-Technologien mit Funk, Controllern sowie den passiven Bauelementen und den diskreten Halbleitern kombinieren. Indem wir sie aufeinander abstimmen, können wir hochintegrierte Systeme anbieten, die sich durch eine sehr geringe Leistungsaufnahme auszeichnen – also genau das, was man im IoT-Umfeld baucht«, sagt Sawamura. Unter dem Namen RASMID (Rohm Advanced Smart Integrated Micro-Devices) hat das Unternehmen eine Technik entwickelt, die den hohen Integrationsgrad ermöglicht.

Besondere Bedeutung komme im Zusammenhang mit Energieeffizienz der SiC-Technik zu. Über die letzten Jahre hätten die Kunden die Produkte evaluiert, jetzt spürt Rohm eine Zunahme der Nachfrage. Um kostengünstige SiC-Komponenten anbieten zu können, wird Rohm im kommenden Jahr von der 4-Zoll- auf die 6-Zoll-Fertigung übergehen und zudem Chip-Shrinks durchführen.