Jenoptik Ergebnis rauf, Umsatz runter

Ein deutlich gestiegener Auftragseingang, ein positives konjunkturelles Umfeld sowie verbesserte Kostenstrukturen führten für Jenoptik im 1. Quartal zum Turnaround. Das Unternehmen geht davon aus, dass diese Entwicklung auch für das Gesamtjahr gilt.

Der Jenoptik-Konzern hat das 1. Quartal 2010 mit einem Ergebnissprung gegenüber dem Vorjahresquartal abgeschlossen. Grund hierfür sind die deutlich verbesserte Auftragslage, insbesondere in der Halbleiterindustrie, und die positiven Effekte aus den im Jahr 2009 eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen.

Während der Umsatz mit 115,2 Mio. Euro noch leicht zurückging (i. Vj. 117,7 Mio. Euro), konnte das Konzern-Betriebsergebnis auf 4,0 Mio. Euro gesteigert werden (i. Vj. 0,4 Mio. Euro). Das Konzern-EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 36,4 Prozent auf 10,4 Mio. Euro (i.Vj. 7,7 Mio. Euro). Bei einem Finanzergebnis nahezu auf Vorjahresniveau stieg das Ergebnis nach Steuern auf 0,4 Mio. Euro (i. Vj. -2,7 Mio. Euro).

Wichtig für den Jenoptik-Konzern war in den vergangenen Monaten die anhaltende Belebung der Halbleiterindustrie. Dies und eine starke Nachfrage im Bereich Medizinlaser führte im Segment Laser & Optische Systeme wieder zu einem positiven Quartalsergebnis. Zudem erhielt Jenoptik mehrere wichtige Großaufträge, beispielsweise in der Verkehrssicherheit, die zum Teil auch noch 2010 abgerechnet werden.

Der Jenoptik-Konzern erzielte im 1. Quartal 2010 Auftragseingänge in Höhe von 145,6 Mio. Euro (i. Vj. 109,9 Mio. Euro). Darin enthalten sind mehrere Großaufträge, unter anderem ein Auftrag mit mehr als 12 Mio. Euro für Verkehrssicherheitsanlagen außerhalb Europas. Gestiegen ist der Auftragseingang in allen drei Segmenten. Der im Vergleich zum Umsatzvolumen höhere Auftragseingang führte per 31. März 2010 zu einem gegenüber Ende 2009 deutlich gestiegenem Auftragsbestand. Er belief sich auf 368,8 Mio. Euro (31.12.2009: 339,4 Mio. Euro).

Jenoptik konnte im abgelaufenen 1. Quartal 2010 die Nettoverschuldung weiter reduzieren. Per Ende März betrug sie 145,7 Mio. Euro, was einer nochmaligen Verbesserung um absolut knapp 15 Mio. Euro entspricht (31.12.2009: 159,4 Mio. Euro). Während im 4. Quartal 2009 Verbindlichkeiten aus laufenden Cashflows zurückgezahlt wurden, wirkte im 1. Quartal 2010 die 10-prozentige Kapitalerhöhung positiv. Der Erlös aus der Platzierung der rund 5,2 Mio. Aktien betrug rund 22 Mio. Euro.

Dieser Erlös sowie der Quartalsgewinn wirkten positiv auf das Eigenkapital des Jenoptik-Konzerns das zum 31. März 2010 auf 262,4 Mio. Euro stieg (31.12.2009: 240,0 Mio. Euro). Dies führte zu einem Anstieg der Eigenkapitalquote auf 42,4 Prozent (31.12.2009: 39,5 Prozent).

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 1,6 Mio. Euro (i.Vj. 2,3 Mio. Euro) und fiel damit im 1. Quartal 2010 erneut positiv aus, obwohl einmalige Auszahlungen im Zusammenhang mit den im 4. Quartal 2009 eingeleiteten Personalmaßnahmen enthalten waren.

Der Umsatz soll für 2010 zwischen 475 und 500 Mio. Euro liegen. Für das Konzern-EBIT wird die Spanne von 15 bis 25 Mio. Euro bestätigt, der Jahresüberschuss soll positiv sein. Voraussetzung hierfür bleibt, dass sich die Erholung der Halbleiterindustrie weiter fortsetzt.