Mentor Graphics: Veloce Strato Platform Emulationsplattform: skalierbar und zukunftssicher

Die neue Emulationsplattform Veloce Strato von Mentor Graphics.
Die neue Emulationsplattform Veloce Strato von Mentor Graphics.

Mentor Graphics hat mit Veloce Strato eine neue Emulationsplattform (3. Generation) vorgestellt, die mit dem Emulator »Veloce StratoM« und dem neuen Betriebssystem »Veloce Strato OS« so aufgebaut ist, dass sie heutige, aber auch zukünftige Anforderungen erfüllen kann.

Jean-Marie Brunet, Senior Director of Marketing für Emulatoren bei Mentor, ist sich sicher, dass Veloce Strato die einzige Emulationsplattform, die sowohl hinsichtlich Software als auch Hardware vollständig skalierbar ist. Brunet: »Eigene Analysen und Aussagen verschiedener Halbleiterhersteller haben ergeben, dass die Design-Komplexität von derzeit 5 bis 7 Mrd. Gattern bis zum Jahr 2022 auf rund 15 Mrd. Gatter ansteigen wird.« Die jetzt vorgestellte Veloce Strato Plattform, die schon von ersten Kunden getestet wird, beinhaltet laut Brunet den einzigen Emulator, der heute in vollständiger Ausbaustufe bereits bis zu 2,5 Mrd. Gatter emulieren kann. Mithilfe von Strato Link können zwei Veloce StratoM-Emulatoren miteinander verbunden werden und damit die Kapazität auf 5 Mrd. Gatter ausgebaut werden. Darüber hinaus ist der Veloce StratoM aber auch nach unten skalierbar, denn in einem Veloce StratoM sind Slots für 64 AVBs (Advanced Verification Boards), braucht der Kunde »nur zwei, ist das auch kein Problem. Muss er später ausbauen, ebenfalls kein Problem«, so Brunet. Auch wenn derzeit nur zwei Veloce StratoM-Emulatoren miteinander verknüpft werden können, steht laut seiner Aussage bereits die Roadmap, die eine Emulation von deutlich mehr Gattern ermöglicht und »sobald der Markt es benötigt, wird Veloce Strato auch 15 Mrd. Gatter unterstützen«, so Brunet weiter.

Die laut Brunets höchste Kapazität, Skalierbarkeit und die dazugehörige Roadmap sind aber nicht die einzigen Pluspunkte, die aus seiner Sicht für die Veloce Strato Plattform spricht. Seiner Meinung nach zeichnet sich die Emulationsplattform darüber hinaus auch durch die höchste Produktivität im Markt aus. So sei der Gesamtdurchsatz (Kompilieren, Laufzeit und Debuggen) mit Veloce Strato im Vergleich zu konkurrierenden Systemen um den Faktor 5 höher. Geht es nur um Kompilierzyklen, so sei Veloce Strato um den Faktor 3 schneller. Beim Debuggen beziehungsweise der Zeit, die zum Überprüfen der Ergebnisse notwendig ist (Time to Visibility), sei eine Beschleunigung um einen Faktor von bis zu 10 erreicht worden. Außerdem habe es Mentor geschafft, die Bandbreite für die Co-Modellierung um den Faktor 3 zu erhöhen. Brunet weiter: »Außerdem zeichnet sich Veloce StratoM durch eine geringe Leistungsaufnahme aus. Im vollausgebauten System mit 64 AVBs liegt sie bei 50 kW, was gleichbedeutend mit 22,7 W/MGate ist und damit eine Wasserkühlung oder ähnliches überflüssig macht.«

Für die Veloce Strato Plattform hat Mentor mit Veloce Strato OS auch ein neues Betriebssystem entwickelt. Laut Brunet ist das Betriebssystem die Basis für die Veloce Strato Hardware und Software. Es unterstützt Nutzungsmodelle wie ICE, TBX und Virtualisierung und verschiedene Debug-Techiken wie die Ausgabe der Waveform oder Replay-Techniken. Das Betriebssystem ist Plattform-unabhängig, so dass alle Veloce Apps zwischen Hardware-Plattformen ausgetauscht werden können. Damit steht Nutzung der bekannten Veloce Power App, Veloce DFT App und Protocol Lösungen wie Veloce VirtuaLAB (virtuelle Peripherals), iSolve (physikalische Peripherals) sowie Soft-Modellen nichts im Wege. Brunet abschließend: »Wir werden in diesem Jahr noch weitere VeloceApps auf den Markt bringen.«