Achronix Embedded FPGA ist der absolute Renner

Achronix hat im Oktober 2016 mit Speedcore ein embedded FPGA IP für die Integration in SoCs vorgestellt. Damals hat sich der eine oder andere sicherlich gefragt, ob eFPGA Erfolg haben kann. Man kann.

Und Steve Mensor, Vice President of Marketing von Achronix, ist durchaus stolz auf den Erfolg. Achronix sei das erste Unternehmen, das mit eFPGA den Durchbruch geschafft hat: »Speedcore embedded FPGA ist die Produktlinie, die bei uns am schnellsten wächst.« Achronix schwimmt derzeit insgesamt auf einer Erfolgswelle. In diesem Jahr wird das 2004 gegründete Unternehmen mehr als 100 Mio. Dollar umsetzen, was einem Umsatzzuwachs gegenüber 2016 von 700% entspricht. Mensor: »Diesen Umsatzzuwachs treiben die Lizenzgebühren für Speedcore und vor allem die Speedster 22i FPGAs.«

Aufgrund des starken Interesses für Speedcore geht das Unternehmen davon aus, dass eFPGA ein noch viel größeres Potential für Achronix hat. Eigenen Schätzungen zufolge wird der Umsatz bis 2020 auf 400 bis 500 Mio. Dollar steigen. Und dann sollen 50% auf Speedcore entfallen, der Rest wird mit Chips erzielt werden. Dank des Erfolgs will Achronix seine Mannschaft um 35% aufstocken, und zwar in Santa Clara, dem Hauptsitz von Achronix, in Bangalore (Software- und Hardware-Entwicklung) sowie in Shanghai und Peking (Vertrieb und technischer Support).

Mit den zusätzlichen Ressourcen will Achronix die Voraussetzungen schaffen, weiterhin stark zu wachsen. Mensor: »Das am stärksten wachsende Segment in der Halbleiterindustrie sind Hardware-Beschleuniger-ICs, die die CPU bei der Datenverarbeitung entlasten. Hier erwarten die Analysten bis 2020 ein durchschnittliches Jahreswachstum von über 60%.« Diese Hardware-Beschleuniger müssten programmierbar sein, um Veränderungen in den Algorithmen gerecht werden zu können. Und hier habe die FPGA-Technologie »dank massiver Parallelität bei gleichzeitig geringster Leistungsaufnahme und höchster Performance klare Vorteile gegenüber konkurrierenden Ansätzen wie GPUs oder DSPs,« so Mensor weiter.

Ein weiteres Indiz dafür, wie groß das Interesse an Hardware-Beschleunigern ist, zeigt eine Neuentwicklung bei Achronix: Das Unternehmen entwickelt derzeit mit diversen Kunden so genannte Speedchips. Das sind SiPs, auf denen neben einem kundenspezifischen SoC ein FPGA als Hardware-Beschleuniger integriert ist. Mensor betont: »Dieses Geschäft ist derzeit ausschließlich von Kunden getrieben.« Das aber sehr erfolgreich: Dank des bereits bestehenden Engagements der Kunden soll Speedchip 2020 bereits 15% zum Umsatz beitragen.