Nachfrageschub aus dem Inland Elektroindustrie wächst um 27 Prozent

Die deutsche Elektroindustrie hat im März mit einem Plus von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr einen deutlichen Schub bei den Auftragseingängen verzeichnet. Aus dem Inland gingen 38 Prozent mehr Bestellungen ein als vor einem Jahr, aus dem Ausland 17 Prozent.

»Damit hat die Ordertätigkeit jetzt den dritten Monat in Folge auf Jahresbasis erfreulich zugelegt«, so ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann, merkt allerdings an, dass dies von einem niedrigen Ausgangsniveau geschieht.

Werden die ersten drei Monat dieses Jahres zusammengenommen, so lagen die Auftragseingänge um 20 Prozent über dem Vorjahres­wert. Auch hier trug das Inland stärker als das Ausland zur erfreulichen Entwicklung bei. Konkret stiegen die Inlandsbestellungen um 24 Prozent, die Auslandsbestellungen lediglich um 16 Prozent.

Verglichen mit dem Vormonat Februar sind die Auftragseingänge im März – arbeits­­täglich und saisonbereinigt – um 5 Prozent gestiegen. Dabei gingen aus dem Inland fast 10 Prozent und aus dem Ausland knapp 1 Pro­zent mehr Bestellungen ein als im Februar.

Der Umsatz und die preisbereinigte Produktion in der Elektroindustrie lagen im März 16 und 12 Prozent über ihren jeweiligen Vorjahreswerten. Beim Inlandsumsatz gab es ein Plus von 11 Prozent, der Auslandsumsatz legte um 21 Prozent zu. »Damit fasst auch hier die Erholung weiter Tritt«, erklärt Dr. Gontermann.

Von Januar bis März stieg der Umsatz um 9 Prozent gegenüber Vor­jahr. Die Produktion übertraf ihr Vor­jahres­­niveau im gleichen Zeitraum um 5 Prozent. Die Kapazitätsauslastung in der Elektroin­dustrie ist im April überraschend kräftig auf 82 Prozent der be­triebsüblichen Voll­aus­­­lastung gestiegen. Auf dem Tiefpunkt der Krise war sie bis auf 72 Prozent gefallen und lag auch Anfang dieses Jahres zunächst noch bei 77 Prozent.

Außerordentlich stark hat sich das Geschäftsklima in der Elektroindustrie verbessert. Erstmals seit Oktober 2008 haben die Unternehmen ihre aktuelle Lage per Saldo wieder positiv beurteilt. Auch die Erwartungen für die kommenden sechs Monate haben sich im April deutlich verbessert. Nur noch 11 Prozent der befragten Firmen gehen von rückläufigen Geschäften aus. Insgesamt ist das Geschäftsklima – als Mit­tel aus Lagebeurteilung und Erwartungen – nun wieder positiv und rangiert auf dem Level von Februar 2008.