DRAMeXchange DRAM-Preise steigen weiter

Die DRAM-Preise klettern munter weiter - und werden das voraussichtlich auch 2018 tun.

DRAMs bleiben knapp, deshalb steigen die Preise weiter: im dritten Quartal noch einmal um 5 Prozent.

Das sagen die Analysten DRAMeXchange voraus: Sie rechnen damit, dass die DRAM-Module im dritten Quartal gegenüber den zweiten Quartal um 3 bis 5 Prozent zulegen werden, der ASP für DRAMs insgesamt werde um 5 Prozent wachsen.

»Obwohl der Bedarf in diesem Jahr – besonders im Smartphone-Markt – gar nicht einmal so hoch ist, übersteigt die Nachfrage das Angebot, weil die Hersteller sich beim Übergang zu den neusten Prozesstechnologien Zeit lassen«, sagt Avril Wu, Research Director der zu TrendForce gehörenden DRAMeXchange. Diese Situation werde sich auch 2018 kaum ändern, die ASPs für viele DRAM-Typen blieben hoch.

Dass immer mehr unterschiedliche DRAM-Varianten auf den Markt kommen, die auf bestimmte Einsatzfälle zugeschnitten sind, trage noch dazu bei, dass sich die Lage kaum entspannen könne. Diese Vielfalt präge den gegenwärtigen Zyklus, der sich dadurch von den vorausgegangenen Zyklen deutlich unterscheide. Fluktuationen in den Endmärkten und Veränderungen im makroökonomischen Umfeld könnten damit große Preisausschläge nach oben oder unten auslösen.  

Neuer Bedarf für DRAMs entsteht laut Wu in verschiedenen Märkten: Grafik, Cloud, Automotive und AI gehörten dazu. Weil diese Märkte zum Teil noch im Entstehen begriffen sind, müssen die DRAMs auf die jeweiligen Einsatzbedingungen zugeschnitten werden. Das mache die Logistik für die Hersteller komplizierter. Weil die anwendungsspezifischen DRAMs den  Preisausschlägen weniger unterworfen seien als die Standard-Produkte, hätten sie zur Stabilisierung des DRAM-Marktes insgesamt beigetragen.