IHS-Studie zum DRAM-Markt DRAM-Preise erneut gestiegen

Auch im 2. Quartal 2013 konnten sich laut IHS die verbliebenen drei großen DRAM-Hersteller Samsung, SK Hynix und Micron Technology über deutlich höhere Durchschnittspreise (ASP) freuen: Im Vergleich mit dem 1. Quartal 2013 haben die Preise um 12 % zugelegt.

Bereits im 1. Quartal 2013 waren gegenüber dem 4. Quartal 2012 die Durchschnittspreise um immerhin 4 % gestiegen. Demnach scheint der Turnaround geschafft, die Konsolidierung von fünf auf nurmehr drei große DRAM-Spezialisten trägt Früchte. Noch vor 2 Jahren sah die Situation deutlich anders aus, der Angebotsüberhang drückte derart auf die DRAM-Preise, dass diese bisweilen innerhalb eines Quartals um ein Drittel gesunken sind. Für IHS-Analystin Dee Robinson hat im Zuge der Konsolidierung die »Anpassung der Fertigungskapazitäten Stabilität in den Markt gebracht, obwohl durch den Rückgangs des PC-Segments gleichzeitig ein Umbruch im Markt stattgefunden hat«.


Annähernd 30 Jahre lang waren PCs, also Desktop-PCs, Notebooks und Low-End-Server, die Hauptabnehmer von DRAM-Bausteinen. 2012 ist deren Anteil am DRAM-Markt laut IHS erstmals unter 50 % gesunken. Weil der PC-Markt weiter schrumpft – im 2. Quartal belaufen sich IHS zufolge die Gesamt-PC-Zahlen auf 74,4 Mio. Stück, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahresquartal von 13 % entspricht -, setzt sich dieser Abwärtstrend der PCs als DRAM-Verbraucher fort. Zunehmend benötigen mobile, schnurlose Geräte wie die boomenden Tablet-PCs den größeren Anteil an DRAM-Komponenten.

Diese höheren Durchschnittspreise machen sich auch beim operativen Ergebnis bemerkbar. Lag der Profit im 1. Quartal 2013 laut IHS immerhin schon bei 11 %, kletterte er im Folgequartal auf 27 %. Dieser Wert wurde nur vor knapp 3 Jahren im 3. Quartal 2010 mit einer Profitabilität von 33 % übertroffen. Im 2. Quartal 2013 schnitt die koreanische SK Hynix mit einem operativen Gewinn von 33 % am besten ab, der koreanische Marktführer Samsung kam auf 28 %. Erfreulicherweise konnte auch Micron Technology aus dem Minus im 1. Quartal ein Plus von 12 % machen.