Macom - RF Energy Die smarte Alternative zu Magnetronen

Der Aufbau des RF-Energy-Tool-Kit von Macom

Mit komfortablen Entwicklungsumgebungen will Macom RF-Energy-Systemen in Märkte bringen, in denen nur begrenztes HF-Wissen vorhanden ist.

»Wir haben 2016 eine Leistung von 300 W bei einer Frequenz von 2,45 GHz und einem Wirkungsgrad von 70 Prozent erreicht, jetzt sind es sogar 74,5 Prozent. Das ist ein Durchbruch«, freut sich Mark Murphy, Senior Director, RF Power von Macom. Er kann Dr. Klaus Werner nur zustimmen: »Der Wendepunkt ist erreicht, wir befinden uns ungefähr dort, wo die Festplattenindustrie bei der Einführung der GByte-HDDs angelangt war.« Vor allem stellt er fest, dass sich nun plötzlich der neuen Technik viele Türen öffnen. Die gute Nachricht: »RF-Energy-Systeme arbeiten bereits heute in verschiedenen Anwendungen und zeigen, was sie können.«

Macom hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, die Kosten noch weiter zu reduzieren. Das Unternehmen setzt dabei auf eine besondere Technik: GaN-on-Silicon. Damit, so ist Marc Murphy überzeugt, lassen sich leistungsfähige Transistoren zu sehr wettbewerbsfähigen Kosten auf den Markt bringen, zumal Macom gerade dabei ist, die Fertigung auf 8-Zoll-Wafern in die Stückzahlproduktion zu bringen. »Sobald dieser Prozess fertig entwickelt ist, wird das die Preise noch einmal deutlich senken«, ist Murphy überzeugt.

Zudem lassen sich diese Transistoren in Plastikgehäusen unterbringen, was ebenfalls dazu beträgt, dass der Preis weiter sinkt. »Wir haben uns vor allem darauf fokussiert, die Effizienz zu steigern; alles andere geht daraus hervor«, erklärt Murphy. »Damit werden wir nicht nur die technischen, sondern auch die preislichen Anforderungen der vielen neu entstehenden Märkte für die unterschiedlichsten Anwendungen der RF Energy erfüllen können.«

Allerdings bleibe noch viel zu tun; auch die übrigen HF-Komponenten, die Steckverbinder und Kabel müssten auf das gemeinsame Ziel hin entwickelt werden. Deshalb engagiert sich Macom auch in der RFEA, um die Standardisierung voranzutreiben und dazu beizutragen, dass sich das Wissen um die Möglichkeiten von RF Energy in den unterschiedlichen Anwendungsbereichen schnell verbreitet.

Vor allem hat sich Macom zum Ziel gesetzt, komfortable Entwicklungsumgebungen zu schaffen, die den Anwendern erlauben, ihre RF-Energy-Systeme auf ihre jeweiligen Zielsysteme hin zu optimieren – ohne über tiefer gehendes HF-Wissen zu verfügen. Dann werden laut Mark Murphy neue Systeme auf den Markt kommen, an die wir heute noch gar nicht denken. Murphy: »Wir haben uns vor allem auf darauf fokussiert, die Effizienz zu steigern; alles andere geht daraus hervor. RF Energy hat eine glänzende Zukunft!« Mit dem Tool-Kit, das Macom in Zusammenarbeit mit Pink RF entwickelt hat, lassen sich schnell RF-Energy-Systeme zur Marktreife bringen, wie kürzlich auf der European Microwave Week in Nürnberg zu sehen war.