NXP Semiconductors Die LPC-Geschichte wird fortgesetzt

Roadmap für die LPC-Mikrocontroller-Familie von NXP Semiconductors Bild: NXP Semiconductors

Die LPC-MCU-Geschichte hat bereits vor Jahren angefangen, aber dann wurde es ziemlich still um die Mikrocontroller-Familie. Dann erfolgte vor einem Jahr der Merger zwischen NXP und Freescale und viele dachten, damit ist klar, dass die LPC-Geschichte endgültig beendet ist. Weit gefehlt!

Jetzt macht NXP nämlich ganz klar: LPC wird weiterentwickelt.

Konkret baut NXP seine Einstiegsvariante in den 32-Bit-Markt – die LPC800-Familie auf Basis des Cortex-M0+ - und seine LPC54000-MCU-Familie mit Cortex-M4 aus. Geoff Lees, Senior Vice President und General Manager der Microcontroller Business Group von NXP Semiconductors, betont, dass diese Roadmap und die damit verbundenen Investitionen ganz klar unterstreichen, dass sich NXP ohne »wenn und aber« zur LPC-Familie bekennt.

So sollen in diesem Jahr die LPC802- und LPC804-MCUs sowie die LPC84x-Familie auf den Markt kommen. Die Cortex-M0+-Cores der LPC802- und LPC804-Controller sind mit 15 MHz getaktet, wobei der LPC802-Controller mit 16 KByte Flash und 2 KByte RAM aufwartet, während der LPC804 auf 32 KByte Flash und 4 KByte RAM kommt. Die Controller aus der LPC84x-Familie laufen wie die bisher alle LPC800-Controller mit 30 MHz und verfügen über 64 KByte Flash und 8 bis 16 KByte RAM. Die LPC800-Controller sind mit einer Switch-Matrix ausgestattet, mit der jede Peripheriefunktion mit jedem Pin verbunden ist. Die MCUs können außerdem innerhalb eines Zyklus aus dem Flash arbeiten, es ist keine Pufferung notwendig, was Kunden den Übergang von 8-Bit-Controllern erleichtert. Darüber hinaus verfügen die Controller über GPIO-Interrupt-Generierung, flexible PWM/Timer, die die Entwickler so programmieren können, dass sie ihren Anforderungen genügen, und über DMA.

Die LPC5400-Serie wird mit einer LPC546x-Familie ergänzt. Die Cortex-M4-Cores sind in dem Fall mit 180 MHz getaktet, an Flash stehen zwischen 256 und 512 KByte zur Verfügung. Dazu kommen noch 16 KByte EEPROM und 136 bis 200 KByte RAM. Die Bausteine sind mit bis zu 21 Kommunikationsschnittstellen, einschließlich Ethernet, USB (Full- und High-Speed) mit integriertem PHY, SDIO und Smart-Card-Schnittstelle, zwei CAN-FD-Controllern und Quad-SPI-Flash-Interface. Darüber hinaus wird ein Display-Controller (1024 x 768) integriert und ein Schnittstelle zur Anbindung externen Speichers. Die Peripherals sind auf Audio-Anwendungen optimiert, unterstützen eine PDM-to-PCM-Umwandlung für Spracherkennung und eine fraktionale PLL-Schaltung für USB-Audio-Brücken.

NXP will auch eine Flash-lose Variante von LPC546xx auf den Markt bringen. Laut Rob Cosaro, Fellow and Senior Architect in der Microcontroller Business Group von NXP Semiconductors, und einer der Köpfe hinter LPC, erklärt, dass Flash-lose Controller zu den Einzigartigkeiten von LPC zählt, ein Punkt, der besonders populär in kostensensitiven Consumer- und Industriemärkten ist. Er betont außerdem, dass das LPC-Team hat hart gearbeitet hat, um die Peripherals für die LPC800-Familie zu optimieren. Cosaro: »Die Controller dieser Einstiegsserie verfügen zwar nicht über alle Funktionen, aber über viele wichtige und nützliche.« Als Beispiel verweist er darauf, dass alle seriellen Peripherals asynchron ausgelegt sind, so dass sie an externe Taktgeber angeschlossen werden können und dementsprechend auch im Energiesparmodi funktionieren.