Halbleiterfertigung Die größten Foundries 2012

Im letzten Jahr konnte Samsung laut dem Marktforschungsunternehmen IC Insights den dritten Platz im Ranking unter den weltweit größten Foundries ergattern. Noch viel bemerkenswerter ist, dass dem Unternehmen für dieses Jahr sogar der Sprung auf den zweiten Platz zugetraut wird.

Wenig überraschend dagegen sind die Unternehmen, die im Ranking ganz oben stehen: TSMC und GlobalFoundries. Folgende Vergleiche spiegeln die schiere Größe von TSMC wider: Laut Analysten ist es dem taiwanischen Riesen gelungen, den Globalfoundry-Umsatz um fast 400 Prozent zu übertreffen. SMIC, immerhin die Nummer 5 im Markt, wiederum kommt auf weniger als 10 Prozent des TSMC-Umsatzes.

Im Foundry-Ranking sind drei IDMs zu finden, die ihre Kapazitäten auch für Foundry-Dienstleistungen nutzen: Samsung, IBM und MagnaChip. Samsung übertrifft seine beiden IDM-Konkurrenten ebenfalls um Längen: Das Unternehmen hat in diesem Bereich fast 10 Mal so viel Umsatz generiert wie IBM, die zweitgrößte IDM-Foundry.

Samsung hat im letzten Jahre seinen Umsatz mit Foundry-Dienstleistungen nahezu verdoppelt und so geschafft, UMC vom dritten Platz zu verdrängen. Und wie gesagt, die Analysten halten es sogar für möglich, dass Samsung in diesem Jahr GlobalFoundries seinen zweiten Platz streitig macht. Das Unternehmen hätte sowohl die Möglichkeiten, sprich Fertigungskapazitäten in modernsten Prozesstechnologien und ein riesiges Investitionsbudget, und vor allem auch den festen Willen, ein ganz großer Player im Foundry-Markt zu werden.

So sollen sich die Foundry-Kapazitäten von Samsung im vierten Quartal 2012 auf 150.000 300-mm-Wafer pro Monat belaufen haben. Rechnet man mit einem durchschnittlichen Umsatz von 3.000 Dollar pro Wafer, dann verfügt Samsung über Kapazitäten, die einen Umsatz in Höhe von 5,4 Mrd. Dollar ermöglichen. Umgesetzt hat das Unternehmen im letzten Jahr 4,3 Mrd. Dollar - hier ist also noch genügend Spielraum für mehr.

Doch trotz alledem dürfte es nicht so einfach für Samsung werden, den Sprung auf den zweiten Platz zu machen. Denn im letzten Jahr entfielen 89 Prozent des Foundry-Geschäfts auf einen Kunden: Apple, unglücklicherweise nebenbei auch Erzfeind Nr. 1. Und nachdem Apple bereits seit geraumer Zeit händeringend nach Alternativen zu Samsung gesucht hat und mittlerweile wohl auch schon mit anderen Partnern Verträge geschlossen hat, muss Samsung es in diesem Jahr erst einmal schaffen, hierfür einen Ausgleich zu finden.

Erst im zweiten Schritt geht es dann darum, die noch nicht genutzten Kapazitäten an den Mann zu bringen. Aber schaut man sich Samsung im Speicher oder Display-Markt an, kann man nur sagen: Was sich das Unternehmen einmal vorgenommen hat, erreicht es häufig auch.