Server-DRAMs knapp Datenzentren treiben DRAM-Preise

Installiertes Server-Volumen zwischen 2015 und 2020
Installiertes Server-Volumen in Internet-Data-Centers zwischen 2015 und 2020

Preise für Sever-DRAMs werden auch in der ersten Hälfte 2018 steigen.


Die Liefersituation im DRAM-Markt ist seit dem dritten Quartal 2017 laut Trendforce angespannt. Ursache dafür sind die vielen Internet Data Centers, die in den USA gebaut werden. Das hat den Bedarf an DRAMs und damit ihre Preise in überraschende Höhen getrieben. Weil neue Kapazitäten frühestens ab dem zweiten Halbjahr 2018 spürbaren Einfluss auf den Markt nehmen könnten, werde sich diese Situation in der ersten Jahreshälfte 2018 nicht ändern. Die Preise für DDR4 32GB RDIMMs auf Basis längerfristig ausgehandelter Verträge lägen bei 300 Dollar, wer kurzfristiger bestelle, müsse bereits 310 Dollar bezahlen, was einer Preiserhöhung  von 3 bis 5 Prozent von Quartal zu Quartal entspreche.

Kapazitäten für 1-nm-Prozesse steigen

Die führenden DRAM-Hersteller haben nach Beobachtung der Analysten von Trendforce ihre Fertigungsprozesse weiter verbessert und Kapazitätserweiterungen angekündigt. So plane Samsung, den Wafer-Ausstoß auf der 18-nm-Ebene im ersten Halbjahr erhöhen zu wollen. Die auf dieser Basis gefertigten DRAMs würden bereits mehr als 50 Prozent zum Umsatz von Samsung beitragen.

SK Hynix und Micron würden sich darauf konzentrieren, die Ausbeute der 17-nm- und 18-nm-Prozesse weiter zu verbessern. Beide Hersteller widmeten jetzt 30 Prozent ihrer Kapazität der Produktion von DARAMs in 1x-nm-Prozessen. Deshalb prognostiziert DRAMeXchange, eine Tochter von Trendforce, dass die Fertigungskapazitäten auf der 1-nm-Ebene im zweiten Quartal weiter steigen werden und gegen Ende des Jahres 40 Prozent der DRAMs auf dieser Basis produziert würden. Derzeit sind die mit 2.666 und 2.400 MHz getakteten DRAM-Module dabei, die 2.133-MHz-Module zu überholen.