Halbleitermarkt Chinas IC-Bedarf wächst schneller als die Fertigung

Bis 2017 soll der chinesische IC-Markt schneller als der weltweite Halbleitermarkt wachsen. Doch trotz der enormen Wachstumsraten bleibt China als IC-Produktionsstandort auch in den nächsten Jahren bedeutungslos.

Konkret gehen die Analysten davon aus, dass im Zeitraum von 2012 bis 2017 in China das durchschnittliche Wachstum pro Jahr (CAGR) bei 13 Prozent liegt. Der weltweite Halbleitermarkt soll in diesem Zeitraum nur durchschnittlich um 8 Prozent zulegen. Das Wachstum soll den chinesischen Halbleitermarkt 2014 erstmals über die 100-Mrd.-Dollar-Grenze bugsieren, 2017 sollen es dann fast 150 Mrd. Dollar sein. Das entspräche einem Anteil am Weltmarkt von 38 Prozent, 2007 lag dieser Anteil noch bei 23 Prozent.

Allerdings spiegelt sich das Wachstum in China nicht in der chinesischen IC-Produktion wider. IC Insights hat bereits mehrmals betont, dass China zwar seit 2005 der größte IC-Konsument ist, dass dies aber nicht notwendigerweise dazu führt, dass die IC-Produktion vor Ort entsprechend mitwächst. Auch im letzten Jahr wurden nur 11,2 Prozent des gesamten chinesischen Halbleiterbedarfs auch in China gefertigt und dieser Anteil soll bei 2017 lediglich auf 13,1 Prozent steigen.

Wobei diese Steigerung des Anteils dennoch zu beachtlichen Wachstumszahlen bei der in China ansässigen IC-Produktion führt: IC Insights prognostiziert für den Zeitraum 2012 bis 2017 ein CAGR von 16,5 Prozent. Doch selbst diese Wachstumszahlen machen China auch in den nächsten Jahren nicht zum wichtigen Player im Halbleitermarkt. Denn selbst wenn die in China ansässige IC-Produktion bis 2017 auf 19,5 Mrd. Dollar steigen sollte, wären das immer noch nur 5 Prozent des gesamten Halbleitermarktes, der 2017 laut Prognose 389,3 Mrd. Dollar ausmachen soll.