EDA: enge Verzahnung Cadence und Mathworks vertiefen Kooperation

Die Integration von Cadence‘ Virtuoso mit MATLAB ermöglicht eine komfortable Verarbeitung von großen Datensätzen bei der Verifizierung.
Die Integration von Cadence‘ Virtuoso mit MATLAB ermöglicht eine komfortable Verarbeitung von großen Datensätzen bei der Verifizierung.

Erstes Ergebnis der intensivierten Zusammenarbeit zwischen Cadence und Mathworks ist die enge Verzahnung zweier Programme, die für eine komfortable Bedienung sorgt.

Nach wie vor handelt es sich bei Cadence‘ Virtuoso-Plattform und Mathworks’ MATLAB und zwei unabhängige Programme, »es ist keine Suite«, betont Steve Lewis, Product Marketing Director der CIC and Packaging Group von Cadence. Der Anwender muss somit beide Programme erwerben und kann dann mit dem Programm arbeiten, mit dessen Oberfläche er besser zurecht kommt. Die Integration von Virtuoso mit MATLAB ermöglicht den Kunden eine schnellere Verarbeitung von großen Datensätzen bei der Verifizierung von Hochfrequenz- und Mixed-Signal-Designs.

Diese Verzahnung gewährleistet überdies, dass der Anwender über die Virtuoso-Plattform auch andere Programme von Mathworks nutzen kann, »wenngleich nicht so komfortabel«, erläutert Arun Mulpur, Worldwide Industry Group Manager von Mathworks. Mittelfristig werde sich das aber ändern, die gemeinsamen Entwicklungsarbeiten seien schon in Gang gesetzt.

Ob die Intensivierung der Zusammenarbeit ein Zeichen dafür sei, dass in nicht allzuferner Zukunft etwa Cadence das vor 33 Jahren gegründete Privatunternehmen Mathworks übernehmen könne, beantworteten Lewis und Mulpur im Rahmen von Cadence‘ Veranstaltung CDNlive EMEA 2017 ausweichend. Beide Unternehmen seien wirtschaftlich gesund, daher bestünde kein Zwang zu solch einem Schritt. Im übrigen wies Mulpur darauf hin, dass Mathworks sehr viel mehr unterschiedliche Branchen adressiere als Cadence.