Intel Beschleuniger-Karte für Datenzentren

Intel hat eine Programmable Acceleration Card (Intel PAC) mit einem Arria-10-GX-FPGA für die Zusammenarbeit mit den Xeon-CPUs vorgestellt, mit der das Unternehmen auf die Beschleunigung von rechenintensiven Aufgaben in Datenzentren zielt. Zur Hardware liefert Intel auch jede Menge Software.

Aus der Sicht von Intel können mit der Beschleuniger-Karte Anwendungen wie die Analyse von großen Datenmengen (Big Data Analytics), alles was unter künstlicher Intelligenz fällt, Videokonvertierung, Cyber-Security, HPC (High Performance Computing) oder Applikationen in der Finanzbranche (FinTech) beschleunigt werden. Denn dank der Programmierbarkeit von FPGAs können die Komponenten so konfiguriert werden, dass sie genau auf den Workload von Datenzentren optimiert und damit deutlich – Intel spricht hier von Größenordnungen gegenüber konkurrierenden Ansätzen – beschleunigen werden können.

Die PCIe-basierte FPGA-Beschleunigungskarte, die nur eine von verschiedenen Plattformen darstellen soll, wird durch den Acceleration-Stack für die Xeon-CPUs unterstützt wird. Der Acceleration-Stack ist eine Sammlung von Software, Firmware und Tools und umfasst Treiber, APIs und den sogenannten FPGA Interface Manager. Er fungiert sowohl für den Applikationsentwickler als auch für den Entwickler der Beschleunigungsfunktion als gemeinsame Schnittstelle. Zusammen mit den Acceleration-Bibliotheken und den Entwicklungs-Tools will Intel mit dem Acceleration-Stack die Entwicklungszeit verkürzen und gleichzeitig ermöglichen, dass der programmierte Code auf einer Vielzahl von Intel-FPGAs wiederverwendet werden kann. Auf der Karte hat Intel folgende wichtige Komponenten und Schnittstellen integriert:

  • Arria-10-GX-FPGA von Intel (10AX115N2F40E2LG) mit schnellen SERDES-Transceivern (bis zu 15 GBit/s), 1150 LEs und 53 MBit Embedded Memory
  • 8 GByte DDR4-Speicherbänke (zwei Bänke) mit ECC (Error Correction Code)
  • 128 MByte Flash
  • QSFP-Schnittstelle mit bis zu 40 GBit/s (entweder 4 x 10 GbE oder 40-GbE-Support)
  • PCIe-x8-Gen3-Interface
  • USB-2.0-Interface für das Debuggen und Programmierung des FPGAs und des Flash-Speichers

Intels programmierbare Beschleunigungskarte mit Intel-Arria-10-GX-FPGA ist ab sofort als Muster erhältlich und wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2018 in die Serienfertigung übergehen.