IHS-iSuppli-Studie Ausstoß von DRAM-Wafer sinkt weiter

2008 erreichte der DRAM-Markt mit 16,4 Mio. 300-mm-Wafer-Äquivalenten sein Allzeithoch, 2013 werden es einer IHS-iSuppli-Studie zufolge nurmehr 13 Mio. Stück sein. Dies entspricht binnen 5 Jahren einem Rückgang um 24 Prozent.

2012 fertigten die DRAM-Hersteller noch 13,7 Mio. Einheiten, was eine Reduzierung um 5 Prozent bedeutet. Deutlich drastischer war der Rückgang von 2011 (14,9 Mio. Units) auf 2012 mit 8 Prozent. Den niedrigsten Wert ermittelten die IHS-Analysten für 2009 mit 12,6 Mio. Einheiten nach dem Allzeithoch von 2008. Die folgenden beiden Jahre erholte sich der Markt auf 14,4 (2010) und 14,9 Mio. Einheiten (2011).

Umsatzmäßig sieht es der Studie zufolge für die DRAM-Spezialisten Samsung, Hynix und Micron besser aus. Demnach haben die Preise im 1. Quartal 2013 den höchsten Stand der letzten beiden Jahre erreicht: So erhöhte sich etwa der Preis für ein 4-GByte-DDR3-Modul von 16 Dollar (Dezember 2012) auf 23 Dollar (März 2013). Dies ist laut IHS-Analyst Mike Howard ein »ungewöhlich großer Anstieg«. Ursache für den Preisverfall der letzten Jahre waren »chronisches Überangebot und eine sich verlangsamende Nachfrage seitens des Hauptmarkts, des PC-Business«.

Mittlerweile bereite sich die DRAM-Branche auf die Post-PC-Aera vor und sei dabei, neben dem PC-Geschäft stärker Fuß zu fassen im Server-Segment und bei Mobilgeräten. Wurden in den letzten 10 Jahren rund 65 Prozent der DRAM-Chips in PCs und Notebooks integriert, sank dieser Wert mittlerweile auf unter 50 Prozent. Für Ende 2014 prognostiziert Howard einen Anteil von weniger als 40 Prozent. Aufgefangen werde das durch den verstärkten Einbau in Server, Smartphones und Tablet-PCs.

Nach dem Aus von Qimonda und dem Kauf von Elpida durch den US-amerikanischen Hersteller Micron Technology werden zum Ende des Jahres nurmehr drei DRAM-Hersteller übrigbleiben: Neben Micron werden dies die beiden koreanischen Hersteller Samsung und SK Hynix sein. Analog anderen Speichertechnologien wie Flash wird auch bei DRAM das Shrinken weitergehen auf unter 30 nm - »und eventuell gar unter 20 nm«, erwartet Howard.