Linear Technology Auf die richtigen Pferde gesetzt

Lothar Maier, Linear Technology (links im Bild): »Wir sprechen viel mit unseren Kunden und entwickeln ICs, mit denen sie ihre zukünftigen Probleme lösen können. Das ist eine ganz wichtige Stärke von Linear Technology.«

»43 Prozent des weltweiten Analogumsatzes wird in industriellen und Automotive-Applikationen erzielt. Ich bin überzeugt, dass dieser Anteil innerhalb der nächsten Jahre auf 50 Prozent ansteigen wird«, berichtet Lothar Maier, CEO von Linear Technology, stolz.

Stolz ist Lothar Maier deshalb, weil er die Weichen gestellt hatte, mit denen sich LTC auf diese beiden Absatzmärkte fokussiert hat.

Aber birgt diese Fokussierung nicht auch Gefahren für Linear Technology? Gerade der Automotive-Markt zeichnet sich durch einen enormen Preisdruck aus, stellt das kein Problem für LTC dar? Hier wiegelt Maier ab, und weist darauf hin, dass der Preis immer ein Thema ist. Aber wenn man die richtigen Produkte entwickelt, die dem Kunden einen echten Mehrwert bieten, dann ließen sich die endlosen Diskussionen über 10tel Cents überwinden. Auch in Hinblick auf die Diskussion, immer mehr Consumer-ICs im Automotive-Markt einzusetzen, bleibt Maier gelassen. Aus seiner Sicht zeichne die Automobilindustrie gerade aus, dass sich die verschiedenen Player ganz klar voneinander unterscheiden wollen und deshalb in vielen Bereichen nicht auf Standardprodukten setzen wollen. Dementsprechend sei LTC mit seinem sehr tiefen technischen Know-how, angefangen beim Design, über die Prozesstechnologie, bis hin zum Testen ein wertvoller Partner, der nicht Gefahr läuft, durch Anbieter von Consumer-ICs aus dem Rennen gedrängt zu werden. »Hinzu kommt noch, dass die Automobilhersteller auch in Zukunft an ihrer Qualität festhalten wollen und das ist mit Consumer-ICs nicht zu erreichen«, betont Bob Dobkin, Mitbegründer und heutiger CTO von LTC. Und abschließend: »Aus meiner Sicht ist die Entwicklung von Consumer-ICs eine riesige Verschwendung von Ingenieursleistung. Denn die Produkte sind sehr komplex, haben aber typischerweise nur eine Lebensdauer von wenigen Monaten und müssen auch noch mit enormen Preisdruck kämpfen.«