Rekordergebnisse und neue Fab in Utica und neuer CEO ams auf dem Weg zur 1-Milliarde-Euro-Firma

Die neue ams-Fab in Utica, Bundesstaat New York
Die neue ams-Fab in Utica, Bundesstaat New York

Rekordergebnisse und der Bau einer neuen Fab im Bundessstaat New York – die Zeichen stehen auf Wachstum: ams sieht sich auf dem Weg zu 1-Mrd.-Dollar-Umsatz-Firma.

ams hat sich zum Ziel gesetzt, zum weltweit universellsten Sensorsystem-Hersteller aufzusteigen – Systeme, die das IoT erst ermöglichen.

Das zweite Quartal 2015 ist mit einem Umsatz von 169,5 Mio. Euro (im Vorjahr 103,6 Mio. Euro) ein neues Rekordquartal, das erste Halbjahr 2015 brachte gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzsprung von 192,6 auf 322,9 Mio. Euro und einen Gewinnsprung von 36,9 auf 84 Mio. Euro – CEO Kirk Laney hat allen Grund zur Freude. Seit vier Jahren ist er nun CEO von ams, und die Strategie, den Anteil der Standardprodukte der ehemaligen ASIC-Schmiede zu erhöhen, ist aufgegangen und hat dem Unternehmen den Zuwachs beschert. Auch an Mitarbeitern: von 1.400 im Jahr 2013 ist ihre Zahl 2014 auf 1.700 geklettert und wird Ende 2015 bei 2.000 liegen.


Dabei hatte die Übernahme von TAOS Mitte 2011, deren CEO Kirk Laney war, ams erst den entscheidenden Schub in Richtung Standard- und Consumer-Produkte gebracht. Jetzt tragen ASICs nur noch ein Drittel zum Umsatz bei. Was sich aber über die letzten Jahre noch deutlicher verändert hat: Heute steuern die Consumer-Produkte 71 Prozent zum Umsatz bei, Industrieprodukte liegen bei 29 Prozent.
Allerdings hatte seine Übernahme des Postens als CEO von ams zunächst für Irritationen gesorgt, wurde er damals doch als Interims-CEO angekündigt. »Das war ein Fehler«, so Laney heute. Deshalb hat er jetzt besonderen Wert darauf gelegt, die Übergabe an seinen Nachfolger so bruchlos wie möglich zu machen: Mit Alexander Everke, bisher Executive Vice President und General Manager des High-Performance/Mixed-Signal-Geschäfts von NXP, steht der Nachfolger bereits fest, ab Oktober wird er als designierter CEO eingearbeitet, und ab März 2016 übernimmt er dann die Position des CEO. »Er wird ams in die nächste Wachstumsphase führen«, so Kirk Laney. Er selbst wechselt dann auf die neu geschaffene Position des Chief Strategist Sensor Solutions, wo er für mindestens 18 Monate für die Definition von Sensorsystemen verantwortlich ist und besonders in den Bereichen M&A und strategische Beziehungen eng mit den anderen Vorstandsmitgliedern zusammenarbeiten wird.

Die Konstante: High-Precision-Analog-Technik

Bei all dem Wechsel ist interessant zu sehen, was sich an der Strategie von ams nicht geändert hat und was sich auch künftig nicht ändern wird: ams ist und bleibt nach den Worten von Kirk Laney ein Hersteller von hochleistungsfähigen und hochpräzisen Analogprodukten – einschließlich der Sensoren. Das war übrigens der Grund, warum TAOS ursprünglich mit ams in Kontakt kam. Nur ams war in der Lage, die Umgebungslicht- und Farbsensoren, die TAOS entwickelt hat, in der geforderten Qualität zu fertigen. »Die gute Kontrolle über die Prozesse hat mich damals sehr beeindruckt«, so Laney. Die Farbfilter auf die Sensoren aufzubringen, ist beispielsweise eine Aufgabe, die weit über Standard-CMOS-Prozesse hinausgeht – und eine der Spezialitäten von ams.